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Wenn Freundschaften sterben...

17. August 2006 um 11:24 Letzte Antwort: 18. September 2006 um 15:50

Passt zwar nicht hier rein - aber irgendwie fehlt mir ein Forum zum Thema "Freundschaften"...

Wer weiß Rat?

Ich habe seit einigen Jahren zwei wirklich enge Freundinnen. Leider muss ich jetzt mal ganz nüchtern feststellen,d ass sich die WEge doch auseinander entwickeltn.
Die eine ist Mutter mit Haus und Garten - die andere hat heute ihr Haus übergeben bekommen, da läuten im Hintergund auch schon die Glocken und ein Kind wird kommen.

Ich bin anders. Ich habe einen Freund, liebe aber meine Freiheit, wohne allein - will nicht heiraten und keine Kinder. Mein Freund sieht das ähnlich (deshalb sind wir ja zusammen).

Nun merke ich, die eine von beiden (Mutti) meldet sich kaum noch. Trotz Handy/SMS/Email-Zeitalter krieg ich sie nur zu hören, wenn ICH mich melde - und dann ist der zweite Satz von ihr "Ich hatte schon soooo ein schlechtes Gewissen und wollte mich immer melden". So geht das jetzt seit fast 2 Jahren. Ich bin umgezogen, sie war noch nie bei mir. Sie kennt meinen Freund nicht (hat nach eigenen Bekunden auch kein Interesse daran). Alles wäre kein Ding, würde sie mir nicht ständig erzählen, wieviel Zeit sie mit anderen Freundinnen verbringt, dass sie z.b. gerade eine in meinem Stadtteil gesucht hat - aber zu mir schafft sie es nicht. Dazu kommt, dass sie auch immer negativer wird. Jedes Mal, wenn ich mit ihr telefoniert hab, bin ich schlecht drauf und sehe alles negativ.

Die andere Freundin kenne ich auch schon seit 5 Jahren. Sie ist eine Arbeitskollegin, daher besser "greifbar". Der Kontakt ist klasse, wir sehen uns auch privat regelmäßig.
Aber vor 1,5 Jahren hatten wir mal einen sehr unschönen Zoff mit einer Menge unschöner Dinge/ Kommentare von ihrer Seite. 6 Monate Funkstille, dann hab ich wieder den Kontakt gesucht. Grund: ich war einsam (so ein Quatsch!) und mir fehlten halt Freunde.
Mittlerweile ist es wieder ganz gut mit uns. Ihr Freund mag mich nicht - mein Freund mag sie nicht. Er hält sie für zickig, arrogant, oberflächlich, materialistisch und nur auf sich selbst bedacht.
Tja - in den meisten Punkten hat er recht, wenn nicht sogar in allen. Aber sie meldet sich halt schon oft und die Abende mit ihr, wenn wir was machen, sind auch ganz ok.
Aber der fade Beigeschmack bleibt nach dem Zoff immer da. Auch ist es doof mit ihrem sonstigen Freundeskreis - alles nur schicki-micki, Geld Geld Besitzen - alles nicht meine Welt... aber sie fühlt sich da sehr wohl.
Manchmal blitzt eine Seite von ihr durch, die mir sehr übel aufstößt - da höre ich, wie sie über sich denkt, unübberlegt Äußerungen zu mir... ich hatte mal Zoff mit meinem Freund und sie schlägt mir gleich zwei ledige Kumpels von ihrem Kerl vor...fand ich eine komische Reaktion.



Tja...jetzt bin ich gerade dabei, neue Leute kennenzulernen (u.a. über Sport, Intenet, etc) - und die Mutti reagiert äußerst eifersüchtig, von wegen "Freunde findet man nicht im Internet" - ist mir schon klar, Freunde findet man nicht, Freundschaften müssen nämlich wachsen...


ist irgendwie hart...wenn man dann mal abends allein Daheim sitzt und merkt...das stirbt irgendwie... das entwickelt sich auseinander.
Die Mutti war 6 Jahre lang meine beste Freundin - hat mir sehr sehr geholfen, als es mir schlecht ging.
Die andere ist eben aufgrund ihrer Allgegenwärtigkeit eine nette Freundin, mit der man oftmals viel und nette Dinge machen kann...aber ich merke mehr und mehr, dass ihre Welt nicht meine ist...und bin da halt immer sehr am Grübeln.
Zum einen mag ich sie und es tät mir leid, mich da zurückzuziehen - weil sie irgendwie seit einiger Zeit keinen mehr hat außer mir...
aber am Ende...muss doch jeder an sich denke oder?



So...wollts mir nur einfach mal von der Seele schreiben...vielleicht hat je jemand ähnliches erlebt oder weiß eine kleine Aufmunterung.

Liebe Grüße!

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17. August 2006 um 11:42

Mir
ist eine Freundin verlorengegangen,die einfach nach beinah 30 Jahren -seit der Schulzeit-einfach nichts mehr mit mir zu tun haben wollte

Es war schwer für mich,zu verstehen,"beendet"hat sie das am Telefon,sehr stilvoll nach all den Jahren
Aber ich musste es akzeptieren,auch wenn es mir wehtat,ich bin ehrlich,ich mag sie immer noch,irgendwie,aber es wäre verschwendete Zeit,ihr nachzulaufen.

Ein bisschen bis ziemlich bizarr finde ich,mit was für Leuten Du DIch umgibst und als Deine Freunde bezeichnest,die Materialisten -Tussi,mit den Schicki-Micki-Leuten-mehr schein als sein,und dann redet sie noch mit Dir in einer Art und Weise,die mir e s unmöglich machen würde,da überhaupt noch Kontakt aufrecht zu erhalten.

Da bleib ich lieber für mich alleine und beschäftige mich,als meine Zeit mit Hohlköpfen zu verschwenden,deren Anschauung ich nicht teile,deren Umgang mir völlig widerstrebt und deren Verhalten mir nicht gefällt.

Warum tust Du Dir das an? Und suchst Dir keine Freunde,mit denen Du was anfangen könntest,ohne das Ideen,Umgangsformen und Verhaltensweisen DIr völlig gegen den Strich gehen?

Freundschaften entwickeln sich weiter,wie Lieben und Partnerschaften,manchmal gegensätzlich,und dann trennt man sich eben wieder,wenn nix mehr geht.
Aber um jeden Preis einen Kontakt erhalten,mit diesem,was Du erlebt hast?
Hallo?
Da ist doch keiner mehr da,wenn Du echt mal Hilfe brauchst-weil zuviel Oberflächlichkeit und Egozentrik im Spiel ist.
MIr würde das nicht gefallen


Und bei Single/ gegenüber Mama/Familie/Haus/Mann,das muss eine tiefe echte Beziehung mit gegenseitigem Interesse der Aufrechterhaltung sein,sonst hält das nicht,weil die Mama eigentlich die Zeit nicht mehr hat und die Singlefrau andere Interessen,die auch interessant sind,aber widerum Neid erwecken könnten-muss nicht unbedingt so sein
lg

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17. August 2006 um 11:58

Lebenswege trennen sich eben manchmal...
...ich glaube sowas hat jeder schon mal erlebt...ist nicht schön, aber so ist das leben. gerade wenn freundinnen zu müttern werden und man selbst keine kinder hat. ging mir leider auch schon so...da verlagern sind eben die themen und interessen.

du suchst neue freundinnen im internet. finde ich gut...so habe ich vor 6 jahren meine beste freundin kennen gelernt. nur mut!

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17. August 2006 um 12:51

Ich habe SEHR gute Freunde überm Internet gemacht!
Und zwar von der zuverlässigen und ehrlichen Sorte. Die mit mir ihre zeit verbringen WOLLEN und es auch geniessen.

Du hast vollkommen Recht (ging mir genauso!). Leute entwickeln sich vom Sandkasten ins erwachsene Alter anders! Und d.h. noch längst nicht das man weiter zusammen befreundet sein muss, nur weil man eine gemeinsame Vergangeheit hat. Das verbindet, wahr, aber was ist mit dem JETZT! Sicherlich brauchst Du auch Bestätigung als Freundin und die bekommst Du von ihnen nicht, nur weil Du die Pampers- und Ehegeschichten nichts kennst, schließt man Dich aus! Das kenne ich auch.

Jedem das seine... wie man so schön sagt. Du gönnst Deinen Freundinnen ihr Hausfrauenleben, sie Dir aber wiederum Dein unabhängiges Single- leben nicht. Das ist Egoismus pur und Intoleranz, und meiner Meinung nach gehören solche Gefühle NICHT in eine ehrliche, zumal lange, Freundschaft herein!

Also schwimm drüber und ab ans Internet, es gibt 1000 von Mädels die ähnlich wie Du ticken und Deine Gesellschaft sicherlich schätzen werden

VlG,
N.

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17. August 2006 um 13:10

Danke...
vielen Dank!

Eure Kommentare muntern mich auf. Ist halt schwer, sich das einzustehen...
Das ist wie mit einer Beziehung... da schleicht sich langsam dieses komische Gefühl ein, taucht immer öfter auf, nagt an einem und irgendwann kann man es nicht mehr verdrängen/ignorieren.

Ich habe auch keine Lust mehr aus irgendwelchen Verpflichtungsgefühlen an Freundschaften festzuhalten, die schon lange marode sind... *seufz*

Tut mir halt nur leid, aber auch das werde ich meistern.

Und ihr habt recht: das Internet als Medium zu nutzen, um neue Freundinnen zu finden, hat mir bisher sehr geholfen und ich bin auch zuversichtlich, dass es weitergeht.

Menschen kommen und gehen.

Postive Grüße!

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17. August 2006 um 14:48

Sehr schade..
Hallo

also ich finde es auch immer schade wenn Freundschaften nicht mehr das sind was sie mal waren. Aber das ist wirklich der Lauf der Zeit. Meine Freundinnen kenne ich jetzt fast alle zehn Jahre und länger..und ich finde wir haben uns auch mit der Zeit verändert. Auf einmal sind alle in einer Beziehung und jede Beziehung tickt anders. Und daher kommen dann auch die Meinungsverschiedenheiten. Der eine will Kinder und heiraten der andere nicht. Dann kommt noch hinzu, dass man nicht mehr jedes WE nur noch abhängen möchte mit seinen Freunden. Dann will man mit seinem Freund sein. Man wird automatisch ruhiger.

Vielleicht nimmt man dann noch die Interessen des Partners wahr. Heisst man passt sich in manchen Fällen auch an. Was für Freunde nicht immer verständlich ist da man ja früher anders war.

Ich habe auch eine Freundin, die jetzt verheiratet ist und ein Kind hat. Ich habe nicht mehr viel Kontakt zu ihr aber wenn ich sie anrufe oder wir uns treffen freu ich mich.

Man muss nur dran arbeiten, wenn man die Freundschaft will..und manchmal gibt nunmal der eine mehr als der andere.

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17. August 2006 um 17:56

So was ist schade, aber
es ist der lauf der zeit, und das gehört zum leben einfach dazu.

früher habe ich auch nicht einsehen wollen, warum freunde nicht freunde bleiben können. mittlerweile bin ich 40 und sehe auch die schwierigkeiten, eine freundschaft aufrecht zu erhalten: da sind unterschiedliche interessen, kinder und und und....

es ist immer traurig, einen liebgewonnenen menschen loslassen zu müssen - aber genau dies ist auch der weg zu einem neuanfang mit neuen freunden/innen. und ehrlich: was ist interessanter, als im leben auch möglichst viele neue sichtweisen kennen- und schätzenzulernen ?

ein ende ist immer auch ein neuanfang - und auch neue freundinnen sind ganz schön spannend

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18. August 2006 um 4:33

Menschen werden zu Freunden...
...weil sie sich ähnlich sind...und sie gehen auseinander weil sie keine Ähnlichkeiten mehr sehen!

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18. September 2006 um 15:50

Kann das gut nachempfinden
Hallo Naegelhh!

Bei uns war das in letzter Zeit auch so, dass sich eine Freundschaft, die seit fast 20 Jahren bestand, aufgelöst hat. Es war bei uns so, dass es unterschwellig Missverständnisse und komische Äußerungen, die uns über dritte zugetragen wurden, gab. Leider haben wir, mein Mann und ich, es nie direkt angesprochen. Auch das andere Pärchen nicht. Wenn wir uns trafen, taten alle so, als sei alles in bester Ordnung, das aber etwas nicht stimmte, merkte jeder. Dann wurde es mir zu bunt. Ich habe die andere Frau angesprochen und sie um eine Aussprache gebeten. Dazu sind wir essen gegangen. Hat aber nichts genützt, sie wollte immer noch nicht richtig mit der Sprache raus, was sie erwähnte, waren alles dumme Kleinigkeiten, Kinderkacke wie z.B. Ihr wollt ja nicht mit uns in den Zoo! Da kann ich nicht zu sagen, nur staunen. Allerdings ist mir meine Freizeit zu wertvoll, als dass ich mich mit Leuten umgebe, mit denen ich nichts (mehr) anfangen kann. Jeder entwickelt sich ja weiter, und das ist auch gut so. Manchmal muss man dann eben so ehrlich sein und sich eingestehen, dass es nichts mehr ist. Dann kommen wieder andere Freunde, auch wenn es erst weh tut.
Kopf hoch, bei dir wird das nicht anders sein. So wie es sich anhört, trefft ihr euch doch mehr aus alter Gewohnheit und Pflichtgefühl, dann sollte man es wohl wirklich besser lassen.

Liebe Grüße
awjg

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