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Waldkauf

18. März 2006 um 16:20 Letzte Antwort: 24. Januar 2008 um 10:42

Hallo,
ich weiß zwar jetzt gar nicht, ob ich in der Richtigen Rubrik bin, aber kann mir eventl. jemand sagen, was ich alles abschließen und beachten muß, wenn ich mir einen Wald kaufen möchte, bezgl. Versicherungen und/oder Berufsgenossenschaft?
Danke

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24. Januar 2008 um 10:32

Waldkauf: Versicherungen Berufsgenossenschaft Kosten Preise
Berufsgenossenschaftsbeitrage fallen meines Wissens erst ab einer bestimmten Grösse an. Fragen Sie beim zuständigen Waldbesitzer-Verband ihres Bundeslandes nach. Hierfür einfach Waldbesitzer und den Bundesland-Namen bei Google eingeben.
Ansonsten fallen noch niedrige flächenabhängige Grundsteuern an.

Wenn Sie nur Holz ernten wollen, ist dies einfach als sogenannter Selbstwerber möglich. Dazu müssen Sie das zuständige Forstamt oder Förster nach einem Holz-Sammelschein fragen. Der berechtigt zum Sammeln von übrig gebliebenen Holz in einem zugeteilten Waldstück in einem bestimmten Zeitraum. Preis ca. 25 40 Euro je Raummeter.
Wer einen Motorsägen-Schein hat, darf auch mit Motorsäge in den Wald. Einen eintägigen Lehrgang bieten für ca. 100 die Forstämter an.

Ich rate Laien von Waldbesitz oder Selbstwerbung ab:
Es gibt wohl kein Hobby, was auch nur annährend so riskant wie Holzschlagen ist.
Sollten Sie einen Wald ererbt haben, können oder sollten Sie ihn von externen Dienstleistern beförstern lassen.
Ansonsten rate ich auch aus Gründen minimaler Rendite (0-2 Prozent) vom Waldbesitz in Mitteleuropa ab.

Empfehlen kann ich hingegen den Besitz tropischer Wälder.
Dort wachsen die Bäume um ein Vielfaches schneller, die Kosten sind niedriger und die Holzerlöse per m3 höher.
Der entsprechende Tropenwaldindex (NCREIF-Timberland-Property-Index) erzielte in den vergangenen 20 Jahren deshalb eine jährliche Durchschnittsrendite über 15 Prozent.
Das liegt deutlich höher, als alle mir bekannten Aktienindexe.

Um hierin zu investieren können Sie z.B. ein Waldzertifikat erwerben. Dieser sollte vorrangig nachhaltige Forstaktien und wenig Holzverarbeiter enthalten, wie der Holz Nachhaltigkeits-Basket der Raiffeisen Centrobank (RCB) , siehe
http://www.rcb.at/fileadmin/user_upload/rcb/Sonsti-ges/Produkt-Factsheets/2007/WP_Holz_Basket.pdf
Ich empfehle jedoch wegen US-Neubaukrise und kurzzeitigem Holzpreisrückgang ein Abwarten bis 2009, bis man in Holzzertifikate investiert.

Alternativ können Sie auch ihren eigenen Tropenwald erwerben.
Im kleinen Massstab ist dies z.B. mit dem "Baumsparvertrag" ab 30 monatlich möglich.
Oder mit dem sogenannten "Waldsparbuch" für 2400 Euro für 1000 m3.
In diesem Preis enthalten ist Pflanzung, Pflege und Ernte, zudem umweltfreundlich mit FSC-Zertifizierung und einer zweistelligen Renditeprognose.
Infos hierzu unter:
www.baumsparkasse.de

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24. Januar 2008 um 10:42
In Antwort auf harith_12139115

Waldkauf: Versicherungen Berufsgenossenschaft Kosten Preise
Berufsgenossenschaftsbeitrage fallen meines Wissens erst ab einer bestimmten Grösse an. Fragen Sie beim zuständigen Waldbesitzer-Verband ihres Bundeslandes nach. Hierfür einfach Waldbesitzer und den Bundesland-Namen bei Google eingeben.
Ansonsten fallen noch niedrige flächenabhängige Grundsteuern an.

Wenn Sie nur Holz ernten wollen, ist dies einfach als sogenannter Selbstwerber möglich. Dazu müssen Sie das zuständige Forstamt oder Förster nach einem Holz-Sammelschein fragen. Der berechtigt zum Sammeln von übrig gebliebenen Holz in einem zugeteilten Waldstück in einem bestimmten Zeitraum. Preis ca. 25 40 Euro je Raummeter.
Wer einen Motorsägen-Schein hat, darf auch mit Motorsäge in den Wald. Einen eintägigen Lehrgang bieten für ca. 100 die Forstämter an.

Ich rate Laien von Waldbesitz oder Selbstwerbung ab:
Es gibt wohl kein Hobby, was auch nur annährend so riskant wie Holzschlagen ist.
Sollten Sie einen Wald ererbt haben, können oder sollten Sie ihn von externen Dienstleistern beförstern lassen.
Ansonsten rate ich auch aus Gründen minimaler Rendite (0-2 Prozent) vom Waldbesitz in Mitteleuropa ab.

Empfehlen kann ich hingegen den Besitz tropischer Wälder.
Dort wachsen die Bäume um ein Vielfaches schneller, die Kosten sind niedriger und die Holzerlöse per m3 höher.
Der entsprechende Tropenwaldindex (NCREIF-Timberland-Property-Index) erzielte in den vergangenen 20 Jahren deshalb eine jährliche Durchschnittsrendite über 15 Prozent.
Das liegt deutlich höher, als alle mir bekannten Aktienindexe.

Um hierin zu investieren können Sie z.B. ein Waldzertifikat erwerben. Dieser sollte vorrangig nachhaltige Forstaktien und wenig Holzverarbeiter enthalten, wie der Holz Nachhaltigkeits-Basket der Raiffeisen Centrobank (RCB) , siehe
http://www.rcb.at/fileadmin/user_upload/rcb/Sonsti-ges/Produkt-Factsheets/2007/WP_Holz_Basket.pdf
Ich empfehle jedoch wegen US-Neubaukrise und kurzzeitigem Holzpreisrückgang ein Abwarten bis 2009, bis man in Holzzertifikate investiert.

Alternativ können Sie auch ihren eigenen Tropenwald erwerben.
Im kleinen Massstab ist dies z.B. mit dem "Baumsparvertrag" ab 30 monatlich möglich.
Oder mit dem sogenannten "Waldsparbuch" für 2400 Euro für 1000 m3.
In diesem Preis enthalten ist Pflanzung, Pflege und Ernte, zudem umweltfreundlich mit FSC-Zertifizierung und einer zweistelligen Renditeprognose.
Infos hierzu unter:
www.baumsparkasse.de

Versicherungen vergessen ....
Prinzipiell gibt es folgende relevanten Versicherungen für Waldbesitzer:
1) Waldbesitzer-Haftpflichtversicherung
2) Waldbrandversicherung
3) Waldsturmversicherung

Lediglich die erste Versicherung macht für Kleinwaldbesitzer Sinn. Nach meiner Einschätzung zudem nur, wenn intensiv genutzte Wege hindurch führen. Hierzu nachfragen beim zuständigen Waldbesitzerverband.

Prinzipiell rate ich jedoch aus Rendite- und Gefahrengründen vom Waldbesitz in Mitteleuropa ab.

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