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Viktorianischer,altenglischer Garten,viel Arbeit?

12. März 2005 um 22:44

Ich träume schon lange davon, mir mal einen typisch viktorianischen, verwunschenen,wilden Garten anzulegen.
Jetzt hab ich aber schon öfter gehört, dass das zwar "wild" aussehen würde, aber sehr viel Arbeit erfordere.
Weiss jemand, was ich meine? Wie ich mir den Garten vorstelle? Und kann mir da jemand sagen, ob so ein Garten echt viel Arbeit macht? Es soll eigentlich alles vor sich hin wachsen, ranken und blühen, mit Rosen und Efeu dazwischen, Hecken und Moos, wie auf einer Wildblumenwiese und als wäre der Garten hunderte von jahren alt. WIe im Dornröschenmärchen soll es darin aussehen. Ist das überhaupt machbar?

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13. März 2005 um 7:35

Schau dir doch mal
im Album Bildergalerie
Das Album "Erlebnisse im Naturgarten" teddyswelt an.
Das ist ein Naturgarten oder wie es auch ausgedrückt wird ein "naturnaher Garten".
Du kannst dich dann ja hier oder mit PN melden und wir fachsimpeln über Naturgärten und den Arbeitsaufwand. Da kann ich wohl schon einiges dazu sagen.

Teddy

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13. März 2005 um 9:20

EINE GESCICHTE AUS DEM NATURGARTEN
fairy hat mich da auf eine Idee gebracht. Ich werde euch mal hier meine Geschichte zum Naturgarten hineinsetzen.
Vielleich macht es manchen Spaß oder man kann sich einige Anregungen dazu hier holen.
Habt also Geduld beim lesen. Es wird etwas länger dauern
Die Absätze werde ich in einzelnen Beiträgen bringen.

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13. März 2005 um 9:25
In Antwort auf jonny_12159999

EINE GESCICHTE AUS DEM NATURGARTEN
fairy hat mich da auf eine Idee gebracht. Ich werde euch mal hier meine Geschichte zum Naturgarten hineinsetzen.
Vielleich macht es manchen Spaß oder man kann sich einige Anregungen dazu hier holen.
Habt also Geduld beim lesen. Es wird etwas länger dauern
Die Absätze werde ich in einzelnen Beiträgen bringen.

ABSATZ 1; Der Naturgarten und die Natur
Noch eine Bemerkung. Hier kann ich ja keine Bilder mit hineinbringen. Sicher kann man aber einiges im Albun "Erlebnisse im Naturgarten" sehen.

Der Naturgarten und sein Vorbild

Einen Naturgarten zu gestalten macht viel Freude. Oft kann er uns an ferne Urlaubserlebnisse erinnern. An verschiedenen Stellen um der Natur kann man interessante Flora entdecken. Erinnerungen, die uns später im Naturgarten bei der Ausgestaltung helfen. Wichtig bei der Gestaltung ist es natürlich ein Konzept zu haben. Es muß hier aber durchaus nicht jedes Detail vorgeschrieben und durchgesetzt werden. Haben wir erst einmal die Basis für die Ausgestaltung geschaffen, macht uns die Natur selbst weitere Vorschläge. Soll heißen, nicht alles was dort wächst muß gleich als Unkraut behandelt werden. Viele Formen in der Natur sind selbst sehr reizvoll. Für den Naturgarten bedeutet das immer zu prüfen, ob das was da wächst in das Gebiet hineinpaßt oder einzelne Pflanzengruppen die Oberhand gewinnen. Eine Zierde für den naturnahen Garten sind eben Pilze aber auch Wildpflanzen. Das Johanniskraut kann im Juni für lange Zeit den Anblick mit gelben Punkten in der Landschaft versehen. Noch früher gibt das Vergißmeinnicht dem Gebiet einen blauen Anstrich.

Einige Vergleiche zwischen Natur und Naturgarten habe ich im folgenden zusammengestellt, wobei betont werden sollte, das erste Bild sind immer Beobachtungen in der Natur, das zweite Bild ist die Ansicht im Naturgarten.
Im ersten Vergleich ist die Ähnlichkeit einer Geröllhalde im Hochgebirge der Anlage eines Steingarten sehr ähnlich. Je tiefer man in ein Tal kommt wird die Vegetation zunehmen.Weiter oben werden Moose , Flechten und herrlichen Blüten die Steine überdecken. Dazu ist nicht einmal wie hier eine Reise in die Tatra erforderlich.
Auch im Brockengarten des Harzes kann man viele Ideen für die Gestaltung eines Steingartens gewinnen






Ein Heidegarten bietet auf jeden cm einen neuen reizvollen Einblick. Auch ohne ganze Gebiete kopieren zu müssen können Details aus der Natur in den Naturgarten geholt werden.



Bei einen Spaziergang an einen See fasziniert uns immer wieder diese Ansichten durch die Gräser ,Schilf und Bäume. Hier kann man richtig die Seele baumeln lassen. Ist ein Gartenteich mit in die Konzeption des Naturgarten einbezogen können wir uns bald diese Stimmung mit in den eigenen Garten importieren.

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13. März 2005 um 9:31
In Antwort auf jonny_12159999

ABSATZ 1; Der Naturgarten und die Natur
Noch eine Bemerkung. Hier kann ich ja keine Bilder mit hineinbringen. Sicher kann man aber einiges im Albun "Erlebnisse im Naturgarten" sehen.

Der Naturgarten und sein Vorbild

Einen Naturgarten zu gestalten macht viel Freude. Oft kann er uns an ferne Urlaubserlebnisse erinnern. An verschiedenen Stellen um der Natur kann man interessante Flora entdecken. Erinnerungen, die uns später im Naturgarten bei der Ausgestaltung helfen. Wichtig bei der Gestaltung ist es natürlich ein Konzept zu haben. Es muß hier aber durchaus nicht jedes Detail vorgeschrieben und durchgesetzt werden. Haben wir erst einmal die Basis für die Ausgestaltung geschaffen, macht uns die Natur selbst weitere Vorschläge. Soll heißen, nicht alles was dort wächst muß gleich als Unkraut behandelt werden. Viele Formen in der Natur sind selbst sehr reizvoll. Für den Naturgarten bedeutet das immer zu prüfen, ob das was da wächst in das Gebiet hineinpaßt oder einzelne Pflanzengruppen die Oberhand gewinnen. Eine Zierde für den naturnahen Garten sind eben Pilze aber auch Wildpflanzen. Das Johanniskraut kann im Juni für lange Zeit den Anblick mit gelben Punkten in der Landschaft versehen. Noch früher gibt das Vergißmeinnicht dem Gebiet einen blauen Anstrich.

Einige Vergleiche zwischen Natur und Naturgarten habe ich im folgenden zusammengestellt, wobei betont werden sollte, das erste Bild sind immer Beobachtungen in der Natur, das zweite Bild ist die Ansicht im Naturgarten.
Im ersten Vergleich ist die Ähnlichkeit einer Geröllhalde im Hochgebirge der Anlage eines Steingarten sehr ähnlich. Je tiefer man in ein Tal kommt wird die Vegetation zunehmen.Weiter oben werden Moose , Flechten und herrlichen Blüten die Steine überdecken. Dazu ist nicht einmal wie hier eine Reise in die Tatra erforderlich.
Auch im Brockengarten des Harzes kann man viele Ideen für die Gestaltung eines Steingartens gewinnen






Ein Heidegarten bietet auf jeden cm einen neuen reizvollen Einblick. Auch ohne ganze Gebiete kopieren zu müssen können Details aus der Natur in den Naturgarten geholt werden.



Bei einen Spaziergang an einen See fasziniert uns immer wieder diese Ansichten durch die Gräser ,Schilf und Bäume. Hier kann man richtig die Seele baumeln lassen. Ist ein Gartenteich mit in die Konzeption des Naturgarten einbezogen können wir uns bald diese Stimmung mit in den eigenen Garten importieren.

ABSATZ 2: Führung durch den Naturgarten

Eine Führung durch den Naturgarten.


Beginnen wir, wo der Naturgarten seinen Anfang genommen hat, am Steingarten. Die Anlage des Steingartens machte sich schon deswegen am Beginn der Bauzeit des Hauses notwendig, weil beim ersten Regen 60 cm Wasserhöhe in meinem frisch gemauerten Keller zusammen liefen. Der Abriß einer Scheune brachte uns genügend Steine in allen Größen. So entstand der Anfang des Steingartens zum größten Teil von meiner Mutter angepflanzt, denn ich mußte ja am Haus bauen. Heute ist nun ein herrlicher Steingarten fertig, der den Anschein einer bewachsenen Geröllhalde im Hochgebirge macht. Überall zwischen den Steinen quellen unterschiedliche Pflanzen hervor. Inmitten der Steine bildet ein Stein eine kleine Fläche, der Einstieg in die Steingartenanlage. Jeder Schritt bietet eine neue Dimension. Zwischen kräftigen Steinbrechpflanzen und zarten kleinen Blättern wechselt sich die Vegetation ab. Eines haben diese Pflanzen aber gemeinsam, es wird darauf geachtet eine Wuchshöhe von etwa 10 cm einzuhalten. Natürlich wie auch im Hochgebirge gibt es da einige Ausnahmen. Unser Weg führt vorbei an einem trockenen Bachlauf. Er dient als Ablauf von der Regenrinne und endet an einem kleinen Bergsee. Natürlich kann da auch mal mit einem Wasserschlauch nachgeholfen werden. Der Weg überquert den Bach und führt weiter nach oben. Die Vegetation ändert sich. Der Hang ist mit Moos bewachsen. Wir gehen nach rechts hoch zum Heidegartenweg.


Wenn dieser überquert ist sehen wir einen kleinen Pfad, der sich an dem Gartenteich entlang schlängelt. Der Bachlauf auf dem Bild links wird im Sommer ständig über eine Pumpe mit Wasser versorgt. Er ist ein Tummelplatz für viele Vogelarten. Der kleine Weg überquert diesen Bach an einer Stelle , wo er mit starken Gefälle in den Gartenteich mündet. Links am Teich befindet sich ein Moorgebiet, in dem einige Moor- und Wasserpflanzen recht üppig wachsen.





Man findet Binsen, Schilf, Pfennigkraut aber auch Wasserlilien, die im Frühjahr mit herrlichen Blüten verzaubern. Der Uferweg folgt links dem Teich. Wir werden aber hier den Weg verlassen und noch wenige Schritte geradeaus gehen. Ein Holzstapel versperrt uns den Weg. Die Igelburg. Links führt uns nun ein Pfad in den Wald. Es riecht nach Feuchte, Fichten und Pilze. Die seit Jahren klein geschredderten Fichtenreste aber auch das zerkleinerte Holz von Birke und Haselnußbaum hat wieder eine ganz eigene Vegetation geschaffen. Hier wachsen auch einige Pilzsorten wie Marone, Birkenpilz aber auch Fliegenpilz und andere sind hier zu sehen. Sie werden nicht geerntet, sondern bilden eine Zierde für das nicht einmal 100m großes Heidegebiet. Inmitten dieses Heidegebiet entdecken wir am Teich einen Sitzplatz in einem Blätterhäuschen. Eine einfache Schüssel aus Aluminium bildet auf drei Stützen eine Mulde für das Schüsselfeuer.


Es gestattet an einem kleinen Feuer mit der Familie zu sitzen und zu entspannnen.
Nach einer kurzen Rast können wir zurückkehren auf den Heideweg, der die Heide und Teich von einer
Besonderheit einem Trockengarten und dem Steingarten trennt.


Es geht bergab. Links neben uns befindet sich der Trockengarten. Ein Teil des Heidegartens, der nie gegossen wird. Hier finden wir auf einem mageren sandigen Boden außer einigen Fichten einige dünne Püschelgräser, wie wir sie an
Kiefernrändern finden können. Dieses Gebiet nennt sich auch Eidechsenberg.

Hier wohnte einige Jahre ein Eidechsenpärchen über die sicher gesondert berichtet werden sollte. Zur Straße hin begrenzt eine Trockenmauer dieses Gebiet. Hier findet man viele interessante Pflanzen . Überall an den Mauerritzen quellen hier unterschiedliche Pflanzen hervor. Weiter im Tal beherrscht ein großer Stein die Aussicht. Auch dieser bildet in einem dünnen Riß Halt für einige Pflanzen. Eine Runde durch den Naturgarten haben wir absolviert. Viel gibt es noch zu erleben. Am besten erlebt man das, wenn man Schritt für Schritt durch die vielen Wege des Heidegebietes geht.


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13. März 2005 um 9:37
In Antwort auf jonny_12159999

ABSATZ 2: Führung durch den Naturgarten

Eine Führung durch den Naturgarten.


Beginnen wir, wo der Naturgarten seinen Anfang genommen hat, am Steingarten. Die Anlage des Steingartens machte sich schon deswegen am Beginn der Bauzeit des Hauses notwendig, weil beim ersten Regen 60 cm Wasserhöhe in meinem frisch gemauerten Keller zusammen liefen. Der Abriß einer Scheune brachte uns genügend Steine in allen Größen. So entstand der Anfang des Steingartens zum größten Teil von meiner Mutter angepflanzt, denn ich mußte ja am Haus bauen. Heute ist nun ein herrlicher Steingarten fertig, der den Anschein einer bewachsenen Geröllhalde im Hochgebirge macht. Überall zwischen den Steinen quellen unterschiedliche Pflanzen hervor. Inmitten der Steine bildet ein Stein eine kleine Fläche, der Einstieg in die Steingartenanlage. Jeder Schritt bietet eine neue Dimension. Zwischen kräftigen Steinbrechpflanzen und zarten kleinen Blättern wechselt sich die Vegetation ab. Eines haben diese Pflanzen aber gemeinsam, es wird darauf geachtet eine Wuchshöhe von etwa 10 cm einzuhalten. Natürlich wie auch im Hochgebirge gibt es da einige Ausnahmen. Unser Weg führt vorbei an einem trockenen Bachlauf. Er dient als Ablauf von der Regenrinne und endet an einem kleinen Bergsee. Natürlich kann da auch mal mit einem Wasserschlauch nachgeholfen werden. Der Weg überquert den Bach und führt weiter nach oben. Die Vegetation ändert sich. Der Hang ist mit Moos bewachsen. Wir gehen nach rechts hoch zum Heidegartenweg.


Wenn dieser überquert ist sehen wir einen kleinen Pfad, der sich an dem Gartenteich entlang schlängelt. Der Bachlauf auf dem Bild links wird im Sommer ständig über eine Pumpe mit Wasser versorgt. Er ist ein Tummelplatz für viele Vogelarten. Der kleine Weg überquert diesen Bach an einer Stelle , wo er mit starken Gefälle in den Gartenteich mündet. Links am Teich befindet sich ein Moorgebiet, in dem einige Moor- und Wasserpflanzen recht üppig wachsen.





Man findet Binsen, Schilf, Pfennigkraut aber auch Wasserlilien, die im Frühjahr mit herrlichen Blüten verzaubern. Der Uferweg folgt links dem Teich. Wir werden aber hier den Weg verlassen und noch wenige Schritte geradeaus gehen. Ein Holzstapel versperrt uns den Weg. Die Igelburg. Links führt uns nun ein Pfad in den Wald. Es riecht nach Feuchte, Fichten und Pilze. Die seit Jahren klein geschredderten Fichtenreste aber auch das zerkleinerte Holz von Birke und Haselnußbaum hat wieder eine ganz eigene Vegetation geschaffen. Hier wachsen auch einige Pilzsorten wie Marone, Birkenpilz aber auch Fliegenpilz und andere sind hier zu sehen. Sie werden nicht geerntet, sondern bilden eine Zierde für das nicht einmal 100m großes Heidegebiet. Inmitten dieses Heidegebiet entdecken wir am Teich einen Sitzplatz in einem Blätterhäuschen. Eine einfache Schüssel aus Aluminium bildet auf drei Stützen eine Mulde für das Schüsselfeuer.


Es gestattet an einem kleinen Feuer mit der Familie zu sitzen und zu entspannnen.
Nach einer kurzen Rast können wir zurückkehren auf den Heideweg, der die Heide und Teich von einer
Besonderheit einem Trockengarten und dem Steingarten trennt.


Es geht bergab. Links neben uns befindet sich der Trockengarten. Ein Teil des Heidegartens, der nie gegossen wird. Hier finden wir auf einem mageren sandigen Boden außer einigen Fichten einige dünne Püschelgräser, wie wir sie an
Kiefernrändern finden können. Dieses Gebiet nennt sich auch Eidechsenberg.

Hier wohnte einige Jahre ein Eidechsenpärchen über die sicher gesondert berichtet werden sollte. Zur Straße hin begrenzt eine Trockenmauer dieses Gebiet. Hier findet man viele interessante Pflanzen . Überall an den Mauerritzen quellen hier unterschiedliche Pflanzen hervor. Weiter im Tal beherrscht ein großer Stein die Aussicht. Auch dieser bildet in einem dünnen Riß Halt für einige Pflanzen. Eine Runde durch den Naturgarten haben wir absolviert. Viel gibt es noch zu erleben. Am besten erlebt man das, wenn man Schritt für Schritt durch die vielen Wege des Heidegebietes geht.


ABSATZ3. Zur Entstehung und Eidechsen


Während der Bauzeit mußte natürlich auch etwas zur Ablenkung für die Kinder entstehen. So ein Badespaß sorgt im Sommer für die richtige Freude.
Heute ist auf diesem Gebiet der Trockengarten mit dem Eidechsenberg entstanden. Der erhält ab und zu eine lustige Düngung. Der Boden wird mit Kies gemischt und damit locker gehalten. . Damit wird erreicht, daß nicht zu Anspruchsvolle Pflanzen diesen Boden durchdringen. Macht sich zum Beispiel das Schleifenkraut aus
der Trockenmauer dort zu breit wird es entfernt. So geht es aber auch anderen Pflanzen , die dort nicht in das Bild passen. Ein naturnaher-Garten ist eben kein Wildwuchs oder
Unkrautgarten. Auch Spitz- und Breitwegerich oder auch
Moose können ihre Reize im Naturgarten haben.
Die Garageneinfahrt hatte zu unserer Terasse einen erheblichen Höhenunterschied. Diese Höhe von 1,90 m mußte ausgeglichen werden. Als Material für eine Treppe dienten Hohlblocksteine, die beim Kellerbau übrig waren. Wie oft ergibt sich daraus ein Dauerzustand und heute fügt sich diese Treppe harmonisch in das Gesamtbild ein.

Eidechsenfamilie
Die Eidechsenfamilie

Viele male bin ich nun schon durch den Naturgarten gewandert. Sooft man darin auch spazieren geht, es immer wieder etwas neues zu beobachten. Ganz besonders, wenn es Tiere sind, die man nicht immer zu sehen bekommt. Ab und zu konnte ich bei meinen Wanderungen am Trockengarten eine Eidechse beobachten. Natürlich verschwand sie auch immer, wenn man sich dieser Stelle im Garten näherte. Der Ort, auf dem ich sie gesehen hatte, war immer derselbe. Also schlich ich mich vorsichtig von einer Anderen Richtung an diesen Liegeplatz. Am liebsten hatte sie es bei hellem Sonnenschein, dann konnte sie sich stundenlang in der Sonne räkeln. Aber auch Spaziergänge durch den Steingarten und dem Trockengarten gehörten zu Ihrem Tagesplan. Eines Tages beobachtete ich in ihrer Nähe noch eine zweite Eidechse. Wie ich später feststellte hatten sie eine Familie gegründet. Ihre Wohnung , ein Erdloch konnte ich nicht weit von dem Liegeplatz ausmachen. Nun war es immer lustig die beiden bei Ihrem Tagesablauf zu beobachten. Es war also nicht nur die Ruhezeit auf dem Liegeplatz sondern eben auch diese Spaziergänge in die Umgebung .





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13. März 2005 um 9:43
In Antwort auf jonny_12159999

ABSATZ3. Zur Entstehung und Eidechsen


Während der Bauzeit mußte natürlich auch etwas zur Ablenkung für die Kinder entstehen. So ein Badespaß sorgt im Sommer für die richtige Freude.
Heute ist auf diesem Gebiet der Trockengarten mit dem Eidechsenberg entstanden. Der erhält ab und zu eine lustige Düngung. Der Boden wird mit Kies gemischt und damit locker gehalten. . Damit wird erreicht, daß nicht zu Anspruchsvolle Pflanzen diesen Boden durchdringen. Macht sich zum Beispiel das Schleifenkraut aus
der Trockenmauer dort zu breit wird es entfernt. So geht es aber auch anderen Pflanzen , die dort nicht in das Bild passen. Ein naturnaher-Garten ist eben kein Wildwuchs oder
Unkrautgarten. Auch Spitz- und Breitwegerich oder auch
Moose können ihre Reize im Naturgarten haben.
Die Garageneinfahrt hatte zu unserer Terasse einen erheblichen Höhenunterschied. Diese Höhe von 1,90 m mußte ausgeglichen werden. Als Material für eine Treppe dienten Hohlblocksteine, die beim Kellerbau übrig waren. Wie oft ergibt sich daraus ein Dauerzustand und heute fügt sich diese Treppe harmonisch in das Gesamtbild ein.

Eidechsenfamilie
Die Eidechsenfamilie

Viele male bin ich nun schon durch den Naturgarten gewandert. Sooft man darin auch spazieren geht, es immer wieder etwas neues zu beobachten. Ganz besonders, wenn es Tiere sind, die man nicht immer zu sehen bekommt. Ab und zu konnte ich bei meinen Wanderungen am Trockengarten eine Eidechse beobachten. Natürlich verschwand sie auch immer, wenn man sich dieser Stelle im Garten näherte. Der Ort, auf dem ich sie gesehen hatte, war immer derselbe. Also schlich ich mich vorsichtig von einer Anderen Richtung an diesen Liegeplatz. Am liebsten hatte sie es bei hellem Sonnenschein, dann konnte sie sich stundenlang in der Sonne räkeln. Aber auch Spaziergänge durch den Steingarten und dem Trockengarten gehörten zu Ihrem Tagesplan. Eines Tages beobachtete ich in ihrer Nähe noch eine zweite Eidechse. Wie ich später feststellte hatten sie eine Familie gegründet. Ihre Wohnung , ein Erdloch konnte ich nicht weit von dem Liegeplatz ausmachen. Nun war es immer lustig die beiden bei Ihrem Tagesablauf zu beobachten. Es war also nicht nur die Ruhezeit auf dem Liegeplatz sondern eben auch diese Spaziergänge in die Umgebung .





ABSATZ4: Planung und Anlegen des Naturgartens
Planung und Anlegen des Naturgartens

Als wir uns entschlossen hatten ein Haus zu bauen, wollte ich schon gleich meinen Traum von einem Heidegebiet aber auch einen Steingarten erfüllen. Das Baugelände, welches uns zugewiesen wurde hatte erhebliche Höhenunterschiede. Es war sogar schwierig die Tiefe der Baugrube festzulegen, um überall die bautechnischen Erfordernisse zu erfüllen aber nicht, wie auch in unserem Baugebiet geschehen, erst einmal alles gerade zu schieben. Der Höhenunterschied in der Diagonale betrug immerhin 1,90 m. Da es wiederum auch das letzte Haus in unserem Baugebiet war, konnte ich mit dem damaligen Rat der Stadt einen Pachtvertrag über weitere 300m aushandeln. So stand für die Gestaltung etwa 1000 m zur Verfügung. Dieses wurde nun in etwa drei gleich große Gebiete eingeteilt. Im hinteren Bereich wurde ein Wirtschaftsgarten eingerichtet. Sicher besonders in der Zeit um 1980 ein wichtiger Teil, schließlich haben wir hier Erdbeeren, Tomaten, Bohnen und vieles mehr anbauen können. etwas, was man zu dieser Zeit nicht immer kaufen konnte.
Auf dem zweiten Bereich wurde das Haus aufgebaut und eine Rasenfläche eingerichtet. Heute befindet sich hier auch noch ein Bachlauf.
Im letzten Drittel , zur Straße befinden sich alle Zufahrtswege mit einem Kirschbaum und der Naturgarten. Die Größe, wenn man den Steingarten mitrechnet von etwa 150m. Nicht zu viel, wenn man den großen Erholungs-, und Unterhaltungswert betrachtet.

Eine detailiertere Planung ist meines Erachtens auch nicht nötig. Alles andere bringt die Zeit. Von Zeit zu Zeit müssen neue Pflanzen angelegt werden, weil viele nicht lange auf einem Standort verharren können. Das betrifft Rosettenpflanzen, wie zum Beispiel das Bärenfell, aber auch Steinnelken und viele andere. Es ist immer gut nicht der Natur den eigenen Willen aufzuzwingen, sondern sich von ihr inspirieren zu lassen. Schauen wir uns wieder einmal einige Bilder an, die die Entwicklung des Gartens zeigen sollen. Zuerst einmal will ich mich für große Ausdauer beim Anlegen des Steingartens bei meiner Mutti bedanken. Wir mußten ja am Haus bauen. Ein Initiativbau, wer diesen Ausdruck noch kennt, weiß welche Arbeit damit verbunden ist.




Immer wieder belohnt ein naturnaher Garten den Betrachter mit neuen Anblicken. Jedes Jahr nimmt so ein Garten eine andere Gestalt an. In unseren Garten werden immer wieder die Weihnachtsbäume aufgezogen. Die Entwicklungszeit bis zur Ernte kann mit etwa 10 Jahren angenommen werden. Damit stehen auf diesem Gelände immer etwa 20 Fichten in unterschiedlichen Entwicklungsstadien. Die intensive Arbeit hat sich gelohnt. Die Fichte wird dann direkt am Weihnachtstag aus dem Garten entnommen. Die Wuchshöhe ist dann etwa 2,5 m 3 m. Bisher hatten sie uns mit ihrer schönen Gestalt über Jahre erfreut. Am Weihnachtstag erstrahlen sie dann im vollen Glanz. Diese Gelegenheit wird auch gern von meiner Tochter genutzt. Der Vorteil ist wohl , außer dem Preis, die gleichmäßige Entwicklung der Bäume in der Aufwachszeit. Meist werden die Bäume aber nicht vollkommen geerntet sondern der Untere Astring stehen gelassen. Aus dem stärksten Ast, der im Frühjahr hoch gebunden wird entsteht sehr oft ein neuer Baum mit guter Verzweigung. Ein Wandbaum, einfach deshalb, weil der Ast sich zu einem Baum entwickelt, der etwa zu 2/3 bewachsen ist. Die auf dem Trockenberg stehende Fichte konnte auf diese Weise schon drei mal geerntet werden. Im letzten Jahr wurde wurden hier die unteren Äste im Boden versenkt. Aber auch nach dem Fest werden die Bäume nicht einfach weggeworfen. Mit einer Schreddermachine werden die Äste zerkleinert und wieder im Wald verteilt. Genauso geschieht das, wenn einzelne Äste entfernt werden müssen. Dadurch ist auf einem normalen Kornfeld ein richtiger Waldboden entstanden. Die Äste werden dabei auch getrennt bearbeitet. So werden unter dem Haselnusstrauch nur die Reste dieser Äste und unter Fichten die Fichtenreste verteilt. Einen besseren Lohn, als das Auftreten von verschiedenen Pilzen in diesen 100 m kann ein Hobbygärtner gar nicht bekommen.



Noch einmal einen schöne Ansicht auf das Heidegebiet. Im Hintergrund ist Der Rasen vor der Terasse zu erkennen, der das Bindeglied zwischen Haus und Heidegarten darstellt.



1985 haben wir uns noch auf der wild gewachsenen Wiese versammelt. Im Hintergrund sind schon einige Anpflanzungen der Bäume des späteren Heidegebietes zu erkennen. Schon 1995 hat unser Enkel den Rasenfleck für seine Spiele eingenommen. Die Heide hinten links hat sich schon prächtig entwickelt.


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13. März 2005 um 9:47
In Antwort auf jonny_12159999

ABSATZ4: Planung und Anlegen des Naturgartens
Planung und Anlegen des Naturgartens

Als wir uns entschlossen hatten ein Haus zu bauen, wollte ich schon gleich meinen Traum von einem Heidegebiet aber auch einen Steingarten erfüllen. Das Baugelände, welches uns zugewiesen wurde hatte erhebliche Höhenunterschiede. Es war sogar schwierig die Tiefe der Baugrube festzulegen, um überall die bautechnischen Erfordernisse zu erfüllen aber nicht, wie auch in unserem Baugebiet geschehen, erst einmal alles gerade zu schieben. Der Höhenunterschied in der Diagonale betrug immerhin 1,90 m. Da es wiederum auch das letzte Haus in unserem Baugebiet war, konnte ich mit dem damaligen Rat der Stadt einen Pachtvertrag über weitere 300m aushandeln. So stand für die Gestaltung etwa 1000 m zur Verfügung. Dieses wurde nun in etwa drei gleich große Gebiete eingeteilt. Im hinteren Bereich wurde ein Wirtschaftsgarten eingerichtet. Sicher besonders in der Zeit um 1980 ein wichtiger Teil, schließlich haben wir hier Erdbeeren, Tomaten, Bohnen und vieles mehr anbauen können. etwas, was man zu dieser Zeit nicht immer kaufen konnte.
Auf dem zweiten Bereich wurde das Haus aufgebaut und eine Rasenfläche eingerichtet. Heute befindet sich hier auch noch ein Bachlauf.
Im letzten Drittel , zur Straße befinden sich alle Zufahrtswege mit einem Kirschbaum und der Naturgarten. Die Größe, wenn man den Steingarten mitrechnet von etwa 150m. Nicht zu viel, wenn man den großen Erholungs-, und Unterhaltungswert betrachtet.

Eine detailiertere Planung ist meines Erachtens auch nicht nötig. Alles andere bringt die Zeit. Von Zeit zu Zeit müssen neue Pflanzen angelegt werden, weil viele nicht lange auf einem Standort verharren können. Das betrifft Rosettenpflanzen, wie zum Beispiel das Bärenfell, aber auch Steinnelken und viele andere. Es ist immer gut nicht der Natur den eigenen Willen aufzuzwingen, sondern sich von ihr inspirieren zu lassen. Schauen wir uns wieder einmal einige Bilder an, die die Entwicklung des Gartens zeigen sollen. Zuerst einmal will ich mich für große Ausdauer beim Anlegen des Steingartens bei meiner Mutti bedanken. Wir mußten ja am Haus bauen. Ein Initiativbau, wer diesen Ausdruck noch kennt, weiß welche Arbeit damit verbunden ist.




Immer wieder belohnt ein naturnaher Garten den Betrachter mit neuen Anblicken. Jedes Jahr nimmt so ein Garten eine andere Gestalt an. In unseren Garten werden immer wieder die Weihnachtsbäume aufgezogen. Die Entwicklungszeit bis zur Ernte kann mit etwa 10 Jahren angenommen werden. Damit stehen auf diesem Gelände immer etwa 20 Fichten in unterschiedlichen Entwicklungsstadien. Die intensive Arbeit hat sich gelohnt. Die Fichte wird dann direkt am Weihnachtstag aus dem Garten entnommen. Die Wuchshöhe ist dann etwa 2,5 m 3 m. Bisher hatten sie uns mit ihrer schönen Gestalt über Jahre erfreut. Am Weihnachtstag erstrahlen sie dann im vollen Glanz. Diese Gelegenheit wird auch gern von meiner Tochter genutzt. Der Vorteil ist wohl , außer dem Preis, die gleichmäßige Entwicklung der Bäume in der Aufwachszeit. Meist werden die Bäume aber nicht vollkommen geerntet sondern der Untere Astring stehen gelassen. Aus dem stärksten Ast, der im Frühjahr hoch gebunden wird entsteht sehr oft ein neuer Baum mit guter Verzweigung. Ein Wandbaum, einfach deshalb, weil der Ast sich zu einem Baum entwickelt, der etwa zu 2/3 bewachsen ist. Die auf dem Trockenberg stehende Fichte konnte auf diese Weise schon drei mal geerntet werden. Im letzten Jahr wurde wurden hier die unteren Äste im Boden versenkt. Aber auch nach dem Fest werden die Bäume nicht einfach weggeworfen. Mit einer Schreddermachine werden die Äste zerkleinert und wieder im Wald verteilt. Genauso geschieht das, wenn einzelne Äste entfernt werden müssen. Dadurch ist auf einem normalen Kornfeld ein richtiger Waldboden entstanden. Die Äste werden dabei auch getrennt bearbeitet. So werden unter dem Haselnusstrauch nur die Reste dieser Äste und unter Fichten die Fichtenreste verteilt. Einen besseren Lohn, als das Auftreten von verschiedenen Pilzen in diesen 100 m kann ein Hobbygärtner gar nicht bekommen.



Noch einmal einen schöne Ansicht auf das Heidegebiet. Im Hintergrund ist Der Rasen vor der Terasse zu erkennen, der das Bindeglied zwischen Haus und Heidegarten darstellt.



1985 haben wir uns noch auf der wild gewachsenen Wiese versammelt. Im Hintergrund sind schon einige Anpflanzungen der Bäume des späteren Heidegebietes zu erkennen. Schon 1995 hat unser Enkel den Rasenfleck für seine Spiele eingenommen. Die Heide hinten links hat sich schon prächtig entwickelt.


ABSATZ5: Tiere im Naturgarten
Tiere im Naturgarten

Dieser Teil ist nun immerwieder eine besondere Freude in einem naturnahen Garten. Seit zwei Jahren haben wir auf dem Gelände einen Bachlauf aufgebaut. Auf einer Teichfolie sind dazu durch auffüllen mit großen Kieselsteinen aber auch andern Steinen ein Bachbett beginnend an der Terasse bis zum Gartenteich vorbereitet. Das Wasser, auch das Regenwasser des Terassendaches werden am oberen Ende in einen Miniteich, wie er im Baumarkt erhältlich ist geleitet. Diese Maßnahme ermöglicht eine Reinigung des Wassers von Schwebteilchen. Sie setzen sich in diesem Teich ab. Der Bachlauf selbst ist sehr flach gehalten und es wurde von vornherein darauf geachtet, daß viele flache Steine weitere Zugänge zum Wasser ermöglichen. Das war auch sehr nötig. In diesem Bachlauf tummelt sich ständig die Vogelwelt der Umgebung. Das sind also nicht nur die immer auftretenden Vogelarten wie Meise und Sperling. Bei einer Beobachtung habe ich bis zu 26 Vogelarten festgestellt. Besonders fallen dann die Vögel auf, die sonst nicht so zu sehen sind. So zum Beispiel die Schwanzmeise oder auch der Kernbeißer. Ein Päärchen hatte uns im Sommer ab und zu besucht. Im späten Herbst kam dann einmal eine ganze Junggesellen Mannschaft mit acht Kernbeißern uns am Bachlauf besuchen.


Es ist recht interessant dabei die Arten zu ermitteln. Aber auch das Geschlecht. Ist das bei Meisen nicht zu erkennen so hat mich lange ein Vogel geneckt, den ich nicht ermitteln konnte. Es stellte sich dann als das Hühnchen eines Bluthänfling heraus. Oft kommen die Vögel in Familie. So ist auch der Besuch der Familie Mönchgrasmücke sehr interessant. Die Anlage eines Bachlaufs hat damit die Freude an diesem Garten nocheinmal kräftig erhöht. Aber auch andere Tiere sind zu beobachten. Natürlich auch der Igel. Einmal wollte ich am späten Abend den Abfalleimer entleeren. Als ich in die nähe des Komposthaufens kam vernahm ich ein lautes Schmatzen. Ich konnte da nur an ein Wildschwein denken. Diese haben uns aber zum Glück bisher noch nicht besucht. Nachdem ich mich an die Dunkelheit gewöhnt hatte, konnte ich einen Igel entdecken, der mir mit seinem lauten Schmatzen klar machte, wie gut meine Gartenabfälle schmecken.
Der größte Vogel, allerdings nur sehr kurz, weil er unsere Bewegung in der Stube bemerkt hatte, war ein Graureiher.
In jedem Frühjahr ruht sich ein Entenpäärchen bei uns von ihrer langen Reise aus dem Süden aus, ehe es in das Brutgebiet weiterzieht. Das ist aber in der Nähe. Sie schwimmen dann einige Runden, fressen was sich so im Teich angesammelt hat , nehmen ihre Koffer und fliegen dann weiter. Die Nähe dieses Brutgebietes ergibt sich aus einer netten Beobachtung. Auch während der Brütezeit läßt sich der Erpel ab und zu sehen und als ob er mal in die Kneipe nebenan geht, sitzt er am Wasser , schwimmt einige Runden und bleibt auch einige Zeit mit angezogenen Bein am Wasser stehen, er schläft um später wieder in die häuslichen Gefilde zurückzukehren..
Einige Jahre hatte uns eine Eidechsenfamilie mit ihren Aktivitäten erfreut. Aufgefallen ist uns Herr Eidechse, weil er sich immer im Trockengarten an der selben Stelle von der Sonne bestrahlen ließ. Später dann gesellte sich nun eine Eidechsendame dazu. Im Frühjahr machte sich der Eidechsemann dann einmal besonders hübsch. Seine Haut schillerte in einem herrlichen Grün. Dann konnte man sie beide bei Ihren Liebesspielen beobachten. Sie bildeten mit ihren langen Körpern einen Kreis, so als wollte der eine jeweils den anderen in den Schwanz beißen. Einige Wochen später konnte man die Eidechsendame dabei beobachten, wie sie an einem sandigen Weg ein Loch grub. Sicher um Eier abzusetzen. Regelmäßig habe ich die Kleinen im Herbst und einmal im Frühjahr zu Gesicht bekommen. Nach der Überwinterung waren sie nocheinmal kurz am Trockenberg zu finden, ehe sie dann in der Umgebung verschwanden.
Bei so einem Familienglück gibt es auch immer Neider. In einem Frühjahr konnte ich einen zweiten Eidechsenmann beobachten, der sehr begehrlich auf die Eidechsendame schielte. In dem unabwendbaren Kampf hatte unser Männchen leider verloren. Das fremde Männchen blieb nur kurze Zeit und war dann seiner Eroberung überdrüssig. Eines Tages war er wieder verschwunden. Wenngleich immerwieder einmal eine Eidechse im Steingarten und Trockengarten zu beobachten ist. Ist seit dem ein wenig Ruhe in den Berg eingetreten. Wir hoffen, es findet mal wieder eine Eidechsenfamilie gefallen an dem Eidechsenberg.
Unsere Aufnahmen zu Tiere im Naturgarten sin nur auf Videos zu finden ich gegenwärtig noch nicht in Bilder übertragen kann. Die in diesem Text gezeigten Bilder sind dem Buch Die Vögel Mitteleuropas entnommen.

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13. März 2005 um 9:55
In Antwort auf jonny_12159999

ABSATZ5: Tiere im Naturgarten
Tiere im Naturgarten

Dieser Teil ist nun immerwieder eine besondere Freude in einem naturnahen Garten. Seit zwei Jahren haben wir auf dem Gelände einen Bachlauf aufgebaut. Auf einer Teichfolie sind dazu durch auffüllen mit großen Kieselsteinen aber auch andern Steinen ein Bachbett beginnend an der Terasse bis zum Gartenteich vorbereitet. Das Wasser, auch das Regenwasser des Terassendaches werden am oberen Ende in einen Miniteich, wie er im Baumarkt erhältlich ist geleitet. Diese Maßnahme ermöglicht eine Reinigung des Wassers von Schwebteilchen. Sie setzen sich in diesem Teich ab. Der Bachlauf selbst ist sehr flach gehalten und es wurde von vornherein darauf geachtet, daß viele flache Steine weitere Zugänge zum Wasser ermöglichen. Das war auch sehr nötig. In diesem Bachlauf tummelt sich ständig die Vogelwelt der Umgebung. Das sind also nicht nur die immer auftretenden Vogelarten wie Meise und Sperling. Bei einer Beobachtung habe ich bis zu 26 Vogelarten festgestellt. Besonders fallen dann die Vögel auf, die sonst nicht so zu sehen sind. So zum Beispiel die Schwanzmeise oder auch der Kernbeißer. Ein Päärchen hatte uns im Sommer ab und zu besucht. Im späten Herbst kam dann einmal eine ganze Junggesellen Mannschaft mit acht Kernbeißern uns am Bachlauf besuchen.


Es ist recht interessant dabei die Arten zu ermitteln. Aber auch das Geschlecht. Ist das bei Meisen nicht zu erkennen so hat mich lange ein Vogel geneckt, den ich nicht ermitteln konnte. Es stellte sich dann als das Hühnchen eines Bluthänfling heraus. Oft kommen die Vögel in Familie. So ist auch der Besuch der Familie Mönchgrasmücke sehr interessant. Die Anlage eines Bachlaufs hat damit die Freude an diesem Garten nocheinmal kräftig erhöht. Aber auch andere Tiere sind zu beobachten. Natürlich auch der Igel. Einmal wollte ich am späten Abend den Abfalleimer entleeren. Als ich in die nähe des Komposthaufens kam vernahm ich ein lautes Schmatzen. Ich konnte da nur an ein Wildschwein denken. Diese haben uns aber zum Glück bisher noch nicht besucht. Nachdem ich mich an die Dunkelheit gewöhnt hatte, konnte ich einen Igel entdecken, der mir mit seinem lauten Schmatzen klar machte, wie gut meine Gartenabfälle schmecken.
Der größte Vogel, allerdings nur sehr kurz, weil er unsere Bewegung in der Stube bemerkt hatte, war ein Graureiher.
In jedem Frühjahr ruht sich ein Entenpäärchen bei uns von ihrer langen Reise aus dem Süden aus, ehe es in das Brutgebiet weiterzieht. Das ist aber in der Nähe. Sie schwimmen dann einige Runden, fressen was sich so im Teich angesammelt hat , nehmen ihre Koffer und fliegen dann weiter. Die Nähe dieses Brutgebietes ergibt sich aus einer netten Beobachtung. Auch während der Brütezeit läßt sich der Erpel ab und zu sehen und als ob er mal in die Kneipe nebenan geht, sitzt er am Wasser , schwimmt einige Runden und bleibt auch einige Zeit mit angezogenen Bein am Wasser stehen, er schläft um später wieder in die häuslichen Gefilde zurückzukehren..
Einige Jahre hatte uns eine Eidechsenfamilie mit ihren Aktivitäten erfreut. Aufgefallen ist uns Herr Eidechse, weil er sich immer im Trockengarten an der selben Stelle von der Sonne bestrahlen ließ. Später dann gesellte sich nun eine Eidechsendame dazu. Im Frühjahr machte sich der Eidechsemann dann einmal besonders hübsch. Seine Haut schillerte in einem herrlichen Grün. Dann konnte man sie beide bei Ihren Liebesspielen beobachten. Sie bildeten mit ihren langen Körpern einen Kreis, so als wollte der eine jeweils den anderen in den Schwanz beißen. Einige Wochen später konnte man die Eidechsendame dabei beobachten, wie sie an einem sandigen Weg ein Loch grub. Sicher um Eier abzusetzen. Regelmäßig habe ich die Kleinen im Herbst und einmal im Frühjahr zu Gesicht bekommen. Nach der Überwinterung waren sie nocheinmal kurz am Trockenberg zu finden, ehe sie dann in der Umgebung verschwanden.
Bei so einem Familienglück gibt es auch immer Neider. In einem Frühjahr konnte ich einen zweiten Eidechsenmann beobachten, der sehr begehrlich auf die Eidechsendame schielte. In dem unabwendbaren Kampf hatte unser Männchen leider verloren. Das fremde Männchen blieb nur kurze Zeit und war dann seiner Eroberung überdrüssig. Eines Tages war er wieder verschwunden. Wenngleich immerwieder einmal eine Eidechse im Steingarten und Trockengarten zu beobachten ist. Ist seit dem ein wenig Ruhe in den Berg eingetreten. Wir hoffen, es findet mal wieder eine Eidechsenfamilie gefallen an dem Eidechsenberg.
Unsere Aufnahmen zu Tiere im Naturgarten sin nur auf Videos zu finden ich gegenwärtig noch nicht in Bilder übertragen kann. Die in diesem Text gezeigten Bilder sind dem Buch Die Vögel Mitteleuropas entnommen.

ABSATZ6: Ein Treffen mit Erika Krause
Ein Treffen mit Erika Krause

Manchmal gibt es eben doch Interessantes in der Zeitung zu lesen. Eines davon war ; im Hagebaumarkt KW sollte Erika Krause Ratschläge zum Garten erteilen. Immerhin doch eine Attraktion, schließlich hat sie viele von uns durch ein Gartenleben begleitet. Oft konnten wir daraus gute Tipps für die Pflanzenzucht oder Gartengestaltung gewinnen oder auch nur um dieser doch recht angenehmen Stimme zu lauschen. Das wollten auch wir uns nicht entgehen lassen. Der Hagebaumarkt hatte mit seiner Aktion recht. Sehr viele Besucher strömten am Sonnabend früh in den Baumarkt. Sicher haben viele auch dies oder jenes gefunden, was zu Hause noch gebraucht wird. Die Veranstaltung war sehr schön vorbereitet. Endlich fanden wir auch den Platz an dem Erika Krause saß. Natürlich hatten wir Fragen Das Thema sollte der Steingarten im Sommer sein


Die Bilder aus dem Naturgarten und dem Steingarten hatte ich natürlich dabei. Sie wurden von Ihr auch gründlich angesehen. Neben uns interessierte sich eine Dame für unser Gespräch. Es sollte sich später herausstellen, es war: eine Reporterin. Die Presse ist eben immer dabei.


Wir unterhielten uns über den Steingarten im Sommer. Während dieser im Frühjahr und auch im Herbst reichlich blüht fehlte es mir im Sommer an diesem Blütenflor. Natürlich hatte sie auch für dieses Problem einige Überraschungen in der Tasche mitgebracht.

Das wichtigste an diesem Tag war natürlich eine Widmung in Ihrem Buch Du und Dein Garten

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16. Februar 2007 um 22:04

Es dauert eher als wie es Arbeit macht
So ein verwunschener Garten braucht vor allem viel Überlegung. Mein Garten ist recht groß (fast 4.000 qm) und mir persönlich liegt auch eher ein Garten, der zum Träumen anregt. Ich habe viele Rosen, Sträucher, Buchsbaumhecken. Stauden sind sehr schön, machen aber doch mehr Arbeit als Rosen und Sträucher, die muß man nicht unbedingt schneiden oder nur, wenn man Lust hat.
Ich habe vor allem Strauchrosen und Kletterrosen, dazwischen hohe Schmuckgräser, andere Blütensträucher, Erika und Heidekraut, einige kleine Bäume usw.
Einen Garten, der keine Arbeit macht, den gibt es nicht, denn dann wäre es Wildnis, aber ich bin nicht hinter jedem einzelnen Unkraut hinterher, gestalte meinen Garten eher mit einem natürlichen Ausdruck.
Dir würde es vielleicht helfen, mal in Büchern zu stöbern, die Bilder zu begucken, einzelne Pflanzen mit ihren Bedürfnissen näher kennen zu lernen und auch einfach Ideen im Kopf reifen zu lassen. Es gibt übrigens ein gutes Gartenforum bei: Mein schoener Garten
Da wird auf alle Fälle von anderen geholfen, deinem Traum näher zu kommen.

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28. März 2007 um 22:54

Ein paar Tips:
besorg dir Natursteine (frag beim Abriss einer alten Mauer oder eines alten Hauses ob du Steine mitnehmen kannst)
Daraus kannst du Stützmauern, Pflanzmauern, Treppen bauen.
Ein Regenwasserfass in die Erde gelassen und darum Sandsteine deuten einen Brunnen an.
Pflanzen:
Frühjahrsblüher wie Tulpen, Hyazinten, und vor allem pflanz Vergissmeinnicht. Diese säen sich selber aus und wachsen im Jahr darauf in allen Winkeln, wo es den Samen gerade hinweht. Sieht toll aus, erzielt den gewünschten Effekt. Mohn finde ich pers. auch ganz toll.

Pfingsrosen, davon gibts ganz tolle Sorten, die brauchen zwar ein paar Jahre bis sie richtig blühen aber es lohnt sich. Sie brauchen viel Platz. Google mal nach Paeonia.
Wenn du solche Gärten liebst wirst du Liebhaber dieser Pflanze.

Efeu...bitte nur da wo er wirklich wuchern kann, an eine Mauer die evtl. sogar im Schatten liegt. Schön finde ich pers. wenn er über die Mauer wächst und zur anderen Seite hängt.

Clematis:
Diese Pflanze braucht nasse Füße und einen sonnigen Platz an der Mauer. Es gibt versch. Farben und versch. Blütengrößen. Die tollsten Blüher sind natürlich am Preisintensivsten, aber sie sind eine Show für sich.
Davor kannst du als Farbkombination eine rosa Rose pflanzen und vor diese wiederum Lavendel. Sieht wunderschön aus.

Kletterrosen:
ich mag sie, mein Mann hasst sie.
Pflanz sie dahin wo man nicht ständig vorbeilaufen muß.
Kletterrosen müssen auch regelmäßig verschnitten werden (man denkt ja immer die wachsen so vor sich hin und brauchen keine Pflege), die verblühten Blüten müssen rausgeschnitten werden, sie sind anfällig für Blattläuse und dadurch wiederum für Mehltau. Sie müssen regelmäßig gedüngt werden. Davor wieder Lavendel, hält auch die Blattläuse etwas ab.

Sommerblüher wie
Lupinien, Margariten (Juni)
Sonnenhut, Rudebekie, Lilien (Juli, August)
versch. Astern (von August bis zum 1. Frost)
bringen Farbtupfer in den Garten.

Kapuzinerkresse ist auch immer schön.

Auf jeden Fall muß auch ein wilder Garten gepflegt werden. Du kommst nicht rundherum zu hacken, Unkraut zu jäten, aller paar Jahre mal ein Stück umzugraben, nachzupflanzen, zu verschneiden und zu düngen, aufzupassen das keine Parasiten und Krankheiten sich breit machen.
Hoffentlich konnte ich dir ein wenig helfen, viel Spaß beim Garten anlegen

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2. Juni 2007 um 19:58
In Antwort auf jonny_12159999

Schau dir doch mal
im Album Bildergalerie
Das Album "Erlebnisse im Naturgarten" teddyswelt an.
Das ist ein Naturgarten oder wie es auch ausgedrückt wird ein "naturnaher Garten".
Du kannst dich dann ja hier oder mit PN melden und wir fachsimpeln über Naturgärten und den Arbeitsaufwand. Da kann ich wohl schon einiges dazu sagen.

Teddy

Verwunschener Garten
Ich glaube, dass so ein Garten schon sehr viel Mühe macht. Aber als Alternative kannst du ja einfach einen Teil abtrennen und eine verwunschene Ecke draus machen. ( z.B. alte englische Rose, Lavendel, cremeweiße Bank etc.)

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