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Überlegungen zum Hausbau

26. Oktober 2017 um 6:47

Hey ihr Lieben.
Ich plane mit meinem Göttergatten eventuell den Bau eines schicken Einfamilienhaus. Wir beide haben noch nie gebaut, auch keiner in der Familie, alles Mieter bei uns.
Jetzt fragen wir uns natürlich, ob es überhaupt Sinn macht, ein Haus zu bauen, besonders was man alles schon in Vorhand haben sollte. Ich meine zum Beispiel, über welche Summen reden wir da bei einem 0815 Haus (nur Haus, ohne Grundstück) das im Süden Deutschlands gebaut werden soll? Sind 200.000 € nur für das Haus vertretbar? Also ohne Möbel und Grundstück? Wenn ja, wie kommt man dann am besten an das Geld, worauf sollte ich dann bei so einem Kredit, darauf läuft es ja hinaus den achten? Ich meine, ich habe mich mal etwas im Internet schlau gemacht. Da werden teils 5-10 Jahresverträge gemacht. Dann hat man aber noch immer große Restschulden, wie macht man dann da weiter? Weil die Restsumme anzusparen über den Zeitraum wäre schon heftig.

Würde mich um ein Kommentar oder einen Lösungsweg, wie ich die Sache anpacken soll sehr freuen.

Liebe Grüße

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26. Oktober 2017 um 7:47
In Antwort auf creomeecred

Hey ihr Lieben.
Ich plane mit meinem Göttergatten eventuell den Bau eines schicken Einfamilienhaus. Wir beide haben noch nie gebaut, auch keiner in der Familie, alles Mieter bei uns.
Jetzt fragen wir uns natürlich, ob es überhaupt Sinn macht, ein Haus zu bauen, besonders was man alles schon in Vorhand haben sollte. Ich meine zum Beispiel, über welche Summen reden wir da bei einem 0815 Haus (nur Haus, ohne Grundstück) das im Süden Deutschlands gebaut werden soll? Sind 200.000 € nur für das Haus vertretbar? Also ohne Möbel und Grundstück? Wenn ja, wie kommt man dann am besten an das Geld, worauf sollte ich dann bei so einem Kredit, darauf läuft es ja hinaus den achten? Ich meine, ich habe mich mal etwas im Internet schlau gemacht. Da werden teils 5-10 Jahresverträge gemacht. Dann hat man aber noch immer große Restschulden, wie macht man dann da weiter? Weil die Restsumme anzusparen über den Zeitraum wäre schon heftig.

Würde mich um ein Kommentar oder einen Lösungsweg, wie ich die Sache anpacken soll sehr freuen.

Liebe Grüße

Also meine Eltern haben am äußersten Rand des Stuttgarter Raums gebaut. Kurz vom Arsch der Welt, wenn man das ausdrücken darf, war ein 2500-Seelendorf. Trotzdem haben die damals, 2002 das Haus dann gebaut. Kosten für Kredit waren dann etwa 250.000 €, mit allem. Es wurde aber auch sehr viel Eigenleistung gemacht. Zum Beispiel haben sie statt Putz Klinkersteine bei einem Ausverkauf gekauft, für 30.000€ statt den Normalpreis von knapp 60.000€ und die Arbeit, die auf etwa 20.000€ taxiert war in 2 Jahren durch Eigenarbeit gemacht. Es gab auch noch viele weitere Ersparnisse dabei. Sind auch damals eigenzogen, da war nur die oberen Etagen, die Kinderzimmer fertig. Wurde dann nach und nach gemacht. War eben auch sehr laut und auch staubig. Glaube beim Finanzamt steht der Versicherungswert des Hauses aber bei knapp 500.000€. Ist schon ein Unterschied. Restschulden haben die aktuell glaub knappe 120.000€ noch. Mussten auch bereits schon einen neuen Kredit aufnehmen, um den alten, der ausgelaufen ist abzubezahlen. Haben die Kredite auch in 2 Teile aufgeteilt. eins wird mit normalen Raten abbezahlt, der andere kann einmal jährlich noch extra mit einer Sondertilgung von knapp unter 4000€ kleiner gemacht werden. Wenn du also ein Vertrag machst, rate ich dir zur Sondertilgung. Das Geld, was du am Jahresende dann über hast, - Versicherungen kannst du dann reinstecken. Sparst dann einige Zinsen und das abbezahlen rutscht um einige Jahre näher ran.
Viel Spaß beim Hausbau, ist kein Zuckerschlecken,

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26. Oktober 2017 um 8:39

Gut das du dich erstmal umfassend informieren willst.
Wie azurcloes richtig angemerkt hat, ist der Bau eines Hauses mit vielen Faktoren versehen, die du selber erst kennenlernen musst. Zum Beispiel kann es sein, das du etwas mehr Geld in die Hand für das Ausheben der Erde brauchst, weil unten festes Gestein ist, dann kann es schon Mal sein, das du einen Fachmann heranziehen musst, der dir das mit Dynamit aufsprengt. Das kostet natürlich extra, durch Eigenleistungen kannst du dann wieder die Höhe einsparen. Ein lokaler Architikt, der für dich sowieso das Haus planen sollte, kann dir dazu nähere Angaben geben, der kennt sich einigermaßen aus und weiß, was so seine Häuser im Mittel gekostet hast. Nimm dieses Mittel, leg zur Sicherheit nochmal 25.000€ drauf und du solltest dann keine böse Überraschungen erleben. Wenn eine Restsumme übrig bleibt, kannst du ja einen Urlaub unternehmen, ein neues Auto kaufen oder einfach eine Sondertilgung vornehmen. Ich würde dir auch empfehlen, die Möglichkeit einer freiwilligen Sondertilgung wahrzunehmen, so kannst du die gesamte Kreditdauer teilweise um locker 3 Jahre pro Jahr verkürzen. Natürlich nur, wenn du bei der Ratenzahlung nicht zu eng berechnet hast. Ich würde aber einen Hausbau nur beginnen, wenn ich auch bereits einiges an Eigenkapital mitbringe, zumindest um die Startphase zu bezahlen und einen Teil des Grundstücks abzubezahlen. Im Idealfall bereits den ganzen. Aber das kann eben nicht jeder.
Wünsche euch auch dann viel Spaß, bei eurem eigenen Heim, wenn ihr dann mal baut.
Viele Grüße

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26. Oktober 2017 um 9:35

Danke euch beiden, für die umfassende Antworten. Ich würde mir das dann mal nochmals mit meinen Göttergatten näher anschauen. Ich dachte nicht, das es so viele kleinere Sachen gibt, die so eine große finanzielle Wirkung haben könnten. Um ehrlich zu sein, dachte ich immer, überall, außer auf bereits felsigen Grund wären um die 5m Erde drunter, das schon nach 1m was kommen könnte, was so hart ist, das es mit Dynamit aufgesprengt werden müsste, wäre mir nie eingefallen. Dann müssen wir eben noch genauer den eventuell zukünftigen Baugrund anschauen. Auch wenn ich denke, das wenn du beim äußeren Rand des Stuttgarter Raums, die schwäbische Alb meinst, die ja schon teils sehr gebirgig sein kann. Aber Vorsicht ist ja besser als Nachsicht. Ich werde dann auch auf die Sondertilgung achten, wenn es soweit ist. Einen Urlaub mal auslassen, kann ja auf lange Sicht ganz gut sein.
Danke nochmals, werde mich dann mit meinem Göttergatten austauschen und alles nochmals überdenken.

Liebe Grüße

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30. Oktober 2017 um 10:09
In Antwort auf creomeecred

Hey ihr Lieben.
Ich plane mit meinem Göttergatten eventuell den Bau eines schicken Einfamilienhaus. Wir beide haben noch nie gebaut, auch keiner in der Familie, alles Mieter bei uns.
Jetzt fragen wir uns natürlich, ob es überhaupt Sinn macht, ein Haus zu bauen, besonders was man alles schon in Vorhand haben sollte. Ich meine zum Beispiel, über welche Summen reden wir da bei einem 0815 Haus (nur Haus, ohne Grundstück) das im Süden Deutschlands gebaut werden soll? Sind 200.000 € nur für das Haus vertretbar? Also ohne Möbel und Grundstück? Wenn ja, wie kommt man dann am besten an das Geld, worauf sollte ich dann bei so einem Kredit, darauf läuft es ja hinaus den achten? Ich meine, ich habe mich mal etwas im Internet schlau gemacht. Da werden teils 5-10 Jahresverträge gemacht. Dann hat man aber noch immer große Restschulden, wie macht man dann da weiter? Weil die Restsumme anzusparen über den Zeitraum wäre schon heftig.

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Liebe Grüße

Moin!

Es gibt aber auch noch eine andere Möglichkeit: Bestandshaus kaufen und renovieren.

Ich habe 2010 im LK Freising bei München ein Haus Bj 1958 gekauft. Dieses war verhältnismäßig günstig (etwas über 220K Euro), hatte ein gutes Grundstück von etwa 800 m² und war als 2-Familien-Haus deklariert.

Die Vorteile:

- Wenn der Keller nach fünfzig Jahren noch trocken ist und die Substanz gut ist dann wird es auch in den folgenden fünfzig Jahren keine großen Überraschungen geben.

- Die KfW fördert energetische Sanierungen mit zinsgünstigen Krediten mit einer vernünftigen Laufzeit und gibt noch eine Sonderförderung je nach Energiestandard des fertig sanierten Objektes.

- Die Eigenleistungen können über einen längeren Zeitraum erbracht werden als beim Neubau da Dir die einzelnen Gewerke nicht im Nacken sitzen.

- Da das Haus schon von Anfang an bewohnbar war konnte die Miete sofort eingespart werden und in die Tilgung des Objektes einfließen.

Letztendlich habe ich etwa 110K Euro von der KfW aufgenommen welche in die Sanierung (Heizung, Dämmung von Dach und Fassade, Fenster und Solarthermie)
gegangen sind.

Nach heutigem Stand ist das Haus mit dem Grundstück in der Lage jetzt etwa 450K - 500K Euro wert.

Wenn Du Dir tatsächlich einen Neubau ans Bein binden willst dann solltest Du Dir aber auch einen vertrauenswürdigen Architekten / Bauleiter suchen. ich habe im Bekannten- und Freundeskreis eine Menge Leute die mit ihrem neugebauten Haus nicht wirklich glücklich sind. Die Häuser werden in einer Rekordzeit hochgezogen und haben Mängel ohne Ende. Auch wenn diese erst nach 8 bis 10 Jahren zu sehen sind.

Gruß F.

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7. Dezember 2017 um 8:31

Hi also ich finde, das es (vor allem als Schwabe) immer Sinn macht ein Eigenheim zu haben.
Finanziell kann beides - Geldanlage und Immobilie zum Desaster führen. Wenn ihr noch nie gebaut habt, würde ich eher  raten ein Albau zu kaufen und diesen zu renovieren. Dann wißt ihr auf später auf was man beim Neubau alles achten muss, oder ihr baut ein technisch recht unaufwendiges Haus. Da kann man trotzdem architektonisch  auch einen i - Tüpfel setzen. Auf alle Fälle sollte man nicht ganz so emotional rangehen und sagen: "Da will ich jetzt für immer wohnen". D.h. auch an den Wiederverkaufswert denken. Auch daran denken, wenn es das eigene ist, dann gibt man für vieles auch gerne mehr aus  weill es eben dann "gescheit" werden soll. Also auch Geld  für den  Garten und das Mäurele  mit rechnen. Da kommt immer viel zusammen. Also wenn Ihr für 200.000€ baut eher für 260.000 rechnen. (Notar, Anwalt , Nachbesserungen etc. )
Gruß Marc

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20. März um 14:45

Mit 200k ist man schon mit einem Standardhaus dabei. Und dank Niedrigzinsen sollte man derzeit auch einen guten Kredit finden. Das Eigenheim ist eben steuerlich nicht immer die beste Lösung. Reparaturen usw kann man nicht voll von der Steuer absetzen. Hier ist es immer besser, Immobilien zu besitzen und sie zu vermieten. Aber natürlich wollen viele das Eigenheim zur Sicherheit und fürs Alter. Doch auch unter diesen Aspekten sind Immobilien als Anlage immer besser, wenn man sie vermietet und selber zur Miete wohnt. Richtig blöd wird es, wenn man das Eigenheim irgendwo im Außenbezirk kauft und dann teuer in die Stadt zur Arbeit pendelt. Dann hat das alles mit sinnvoller Anlage nichts mehr zu tun. Trotz dieser ganzen Überlegungen sind Eigenheime natürlich nach wie vor bei den Deutschen beliebt.
 

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24. Mai um 17:57

Hallo ihr lieben
Mein Mann und ich sind an der suche nach ein Anbieter der Fertighäuser oder Fertigteilhäuser verkauft. Wir dachten das ein Fertigteilhaus ein gutes geschäft wäre, aber unsere Familie sagten was anderes...ich dachte eine Planung wäre auch gut aber wir kennen keine Anbieter ins Österreich (dort werden wir wohnen). Kennt jemand ein Anbieter?

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