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Mit Haushalt überfordert

1. August 2018 um 7:30

Hallo,

ich sehe momentan kein Ende mehr was den Haushalt anbelangt, das ist unglaublich.

Kurz zur Situation: Ich bin 17, schreibe momentan meine Seminararbeit für das allgemein Abitur nächstes Jahr und gehe selbst arbeiten. Mein Vater arbeitet jeden Tag 9 bis zu 16h. Das heißt, dass ich für den Haushalt zuständig bin, 8-Zimmer, Küche, Bad und eigentlich noch deutlich mehr Fläche, bei der ich mich mittlerweile aber weigere. Den vielen Platz haben wir eigentlich nur auf Grund seiner Firma. Ich verstehe, dass er viel arbeitet und deswegen kaum Zeit hat, aber mehr als ab und an die Waschmaschine/Spülmaschine anzuschmeißen oder den Kompost/Müll rausbringen macht er auch nicht.

Ich weiß nicht wie ich das bewerkstelligen soll. Jetzt in den Ferien geht es etwas leichter, aber wie schon gesagt, ich schreibe auch meine Seminararbeit und gehe arbeiten. Die Wochenenden fallen weg, weil mein Freund (Soldat) da wieder Zuhause ist und ich die Zeit mit ihm nutzen möchte oder eben wegen der Arbeit.

Ich habe schon so viele verschiedene Regeln versucht einzuführen. Z.B. keine Schuhe im Haus. Das macht unglaublich viel Dreck und mir reichts! Ne, die Schuhe bleiben weiterhin an. Das Zeug im Bad, Rasierschaum usw. kommt alles in den Schrank, damit ich das nicht immer abräumen muss zum drüberwischen. Ne, alles schön verteilt heraußen. Nach dem Duschen das Glas abziehen, was ist das?

Ich könnte durchdrehen! Dann kommt noch dazu, dass er die Wohnung im Prinzip chronisch zumüllt. Seit einer Woche lag in der Küche z.B. ein neu verpackter Rucksack. Irgendwann habe ich ihn gefragt warum, er dachte ich könnte ihn brauchen. Ist ja schön und gut, dass er an mich denkt, aber sowas passiert dauernd! Wenn er Zeug anschleppt, dann soll er es auch verräumen und nicht immer alles liegen lassen. Selbiges mit Zeitungsausschnitten usw. Ich will keine weiteren Gegenstände mehr in diesem Haushalt, schmeiße das ganze unnütze Zeug doch nicht umsonst raus! Bei mir muss alles in Schränke rein und die Oberflächen müssen frei sein, das erleichtert das Putzen einfach unglaublich. Aber nein, das Zeug wird immer draußen gehortet mit der Begründung er würde mein System nicht nur nicht verstehen sondern gar nicht sehen. Also hab ich ihm gesagt: "Wenns dir nicht passt wie ich dein Zeug einräume, dann mach es selbst." Jetzt steht wieder alles heraußen!

Mittlerweile traue ich mich schon gar nicht mehr irgendwen mit nach Hause zu nehmen, weil ich es einfach nicht schaffe. Der eine Raum ist wieder super sauber, der nächste versifft schon wieder. Ich schaffe es einfach nicht.

Habt ihr Tipps?
Eine Putzhilfe ist nicht drin, auf gar keinen Fall.

Liebe Grüße

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2. August 2018 um 13:08

Zumindest nach 9h könnte man ja noch was machen.
Wenn du noch länger daheim wohnst, würde ich mal das Thema Umzug ansprechen, ihr könntet in eine kleinere Wohnung und das Büro wird eben komplett in einem anderen Gebäude untergebracht.

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2. August 2018 um 14:31
In Antwort auf themetalhead

Hallo,

ich sehe momentan kein Ende mehr was den Haushalt anbelangt, das ist unglaublich.

Kurz zur Situation: Ich bin 17, schreibe momentan meine Seminararbeit für das allgemein Abitur nächstes Jahr und gehe selbst arbeiten. Mein Vater arbeitet jeden Tag 9 bis zu 16h. Das heißt, dass ich für den Haushalt zuständig bin, 8-Zimmer, Küche, Bad und eigentlich noch deutlich mehr Fläche, bei der ich mich mittlerweile aber weigere. Den vielen Platz haben wir eigentlich nur auf Grund seiner Firma. Ich verstehe, dass er viel arbeitet und deswegen kaum Zeit hat, aber mehr als ab und an die Waschmaschine/Spülmaschine anzuschmeißen oder den Kompost/Müll rausbringen macht er auch nicht.

Ich weiß nicht wie ich das bewerkstelligen soll. Jetzt in den Ferien geht es etwas leichter, aber wie schon gesagt, ich schreibe auch meine Seminararbeit und gehe arbeiten. Die Wochenenden fallen weg, weil mein Freund (Soldat) da wieder Zuhause ist und ich die Zeit mit ihm nutzen möchte oder eben wegen der Arbeit.

Ich habe schon so viele verschiedene Regeln versucht einzuführen. Z.B. keine Schuhe im Haus. Das macht unglaublich viel Dreck und mir reichts! Ne, die Schuhe bleiben weiterhin an. Das Zeug im Bad, Rasierschaum usw. kommt alles in den Schrank, damit ich das nicht immer abräumen muss zum drüberwischen. Ne, alles schön verteilt heraußen. Nach dem Duschen das Glas abziehen, was ist das?

Ich könnte durchdrehen! Dann kommt noch dazu, dass er die Wohnung im Prinzip chronisch zumüllt. Seit einer Woche lag in der Küche z.B. ein neu verpackter Rucksack. Irgendwann habe ich ihn gefragt warum, er dachte ich könnte ihn brauchen. Ist ja schön und gut, dass er an mich denkt, aber sowas passiert dauernd! Wenn er Zeug anschleppt, dann soll er es auch verräumen und nicht immer alles liegen lassen. Selbiges mit Zeitungsausschnitten usw. Ich will keine weiteren Gegenstände mehr in diesem Haushalt, schmeiße das ganze unnütze Zeug doch nicht umsonst raus! Bei mir muss alles in Schränke rein und die Oberflächen müssen frei sein, das erleichtert das Putzen einfach unglaublich. Aber nein, das Zeug wird immer draußen gehortet mit der Begründung er würde mein System nicht nur nicht verstehen sondern gar nicht sehen. Also hab ich ihm gesagt: "Wenns dir nicht passt wie ich dein Zeug einräume, dann mach es selbst." Jetzt steht wieder alles heraußen!

Mittlerweile traue ich mich schon gar nicht mehr irgendwen mit nach Hause zu nehmen, weil ich es einfach nicht schaffe. Der eine Raum ist wieder super sauber, der nächste versifft schon wieder. Ich schaffe es einfach nicht.

Habt ihr Tipps?
Eine Putzhilfe ist nicht drin, auf gar keinen Fall.

Liebe Grüße

Moin!

Tja, wenn ich jetzt böse wäre dann würde ich sagen: Eine gute Übung für später wenn Du mal Kinder haben solletst...

Aber im Ernst: Bei einer derartig großen Fläche würde ich nicht alles "super sauber" machen. Kann es sein das Du einen zu hohen Anspruch an Dich selbst stellst? Versuche lieber, in allen Räumen eine gewisse "Grundsauberkeit" zu halten und vor allen Dingen solltest Du Deinem Vater klar machen das Du keine Ganztages-Haushaltskraft bist sondern ein Teenager welcher neben der Schule auch noch arbeitet.

Wenn man zusammen wohnt dann teilt man sich auch die Hausarbeit untereinander. Punkt.

Einen Tipp?

Überwinde Dich einfach mal und lass den Dreck einfach liegen. Hat bei meinen Kids auch funktioniert. Nicht sofort, aber Du bist ja noch jung und hast viel Zeit...

Ich wünsche Dir ein dickes Fell!

Gruß F.

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2. August 2018 um 16:41

Ein Umzug ist nicht möglich, die Firma befindet sich im selben Gebäude und wird nur komplett vermietet. Die Miete hier ist deutlich billiger als wenn wir das Haus untervermieten und stattdessen umziehen und jeden Tag hier her fahren würden.

Ich habe wirklich schon alles versucht und habe sogar schon wochenlang nicht geputzt. Danach hatte ich die Sch***arbeit das Ganze wieder sauber zu bekommen und geändert hat sich nichts.

Es ist nicht so, dass ich eine zu hohe Erwartung an mich selbst hätte. Ich bin kein pingeliger Mensch. Ganz im Gegenteil, ich bin selbst leider sehr unordentlich. Aber dafür habe ich eine Lösung gefunden: Und zwar, dass alles seinen Platz irgendwo in einem der Schränke hat. Es steht nichts mehr auf irgendwelchen Ablagen herum. Da ist es schnell erledigt die Ablagen abzuwischen, wenn es das denn braucht und durchkehren dauert auch nicht so lange, wenn man nicht ständig erst mal irgend ein Zeug vom Boden aufheben muss. Bei mir hat das unglaublich viel mit der eh schon nicht vorhandenen Motivation zu tun.

An sich habe ich kein Problem mit der großen Fläche. Vor ca. einem Jahr hatte ich das Haus ein viertel Jahr lang nur für mich, als mein Vater nicht da war. Da ging das auch. Ich verlange von ihm auch gar nicht, dass er da großartig mithilft. Er arbeitet wirklich jeden Tag, auch am Wochenende. Unter der Woche mindestens 11h (bis zu 16h) am Tag, am Wochenende sind es meistens auch an die 9h. Er tut wirklich viel für mich. Das einzige, was er sich an Freizeit gönnt ist der späte Samstag Nachmittag, Sonntag Früh und die 2h bevor er schlafen geht, Essen inklusive, damit er mal wieder halbwegs von dem ganzen Stress abschalten kann. Er bekommt leider vom Arzt eine Hiobsbotschaft nach der anderen, dazu die drohende Insolvenz. Aber das ist hier ja nicht das Thema. Ich wollte nur klar stellen, dass es nicht anders geht, als, dass ich den Haushalt übernehme, was ich jetzt auch schon bald das 4. Jahr allein mache.

Wenn bei mir nicht immer so viel anstehen würde, dann wäre das auch nicht so das riesen Problem, aber wo bleibt die Zeit neben Schule, Arbeit, dem Training damit ich überhaupt arbeiten kann (chronische Rückenfehlstellung, Schmerzen), Programmierkurs, Führerschein und etwas privatem Leben?

Es gibt ein paar Regeln, die ich gerne durchsetzen würde, an die er sich aber bisher nie gehalten hat. Wie kann ich diese Regeln durchsetzen?
Sie wären nicht ein mal zeitaufwendig. Straßenschuhe ausziehen, usw.
Aber alles sagen bringt nichts! Da hatte ich selbst "meine" Kinder besser unter Kontrolle (Arbeit in der Grundschule).

Ein dickes Fell habe ich eigentlich schon, aber es nervt mich trotzdem unglaublich, weil ich in nächster Zeit nicht ausziehen kann. Bzw. können tue ich es schon, aber dann kann ich meinen Vater nicht finanziell unterstützen. Ich will mich wenigstens wohl fühlen und ohne Bedenken Leute nach Hause nehmen können, ohne, dass ich mich wegen dem Chaos hier in Grund und Boden schämen muss.

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3. August 2018 um 13:17

Probier doch mal Zettel aufzuhängen, an der Haustür z.B. ''Bitte Schuhe aus''.

Hat dein Papa sein eigenes Zimmer? Dann halte dich aus diesem Raum raus. Da kann er sich dann Austoben.

Bei meinem eigenen Mann hat nur stetiges Erinnern geholfen. Er stammt aus einem Haushalt, wo immer mit Straßenschuhen rumgerannt wird.

 

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