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Fertighaus anbieter - eure erfahrungen

16. April 2016 um 16:46 Letzte Antwort: 15. August 2016 um 16:43

Hallo zusammen, ich und mein Freund würden gerne unseren Traum vom Eigenheim verwirklichen. Wir sind uns soweit einig, dass es ein Fertighaus werden soll. Jetzt steht nur noch die Frage offen, welchen Anbieter wir wählen sollen, da die Auswahl hierbei gigantisch ist. Man verliert schnell den Überblick, jeder verspricht mehr oder weniger das gleiche. Wir haben uns mal 4 Anbieter raus gesucht, die uns am ehesten zusagen: Allkauf, Weber, Haas und Bien Zenker Vielleicht hat ja einer von euch mit einem dieser Anbieter gebaut und kann seine Erfahrungen teilen (die guten sowie die negativen)? Über eure Hilfe wären wir sehr dankbar. Liebe Grüße Kathi

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15. August 2016 um 16:43

Nochmal Glück gehabt.
Nach eigenen Erfahrungen kann ich nur abraten von Bauvorhaben mit T & C Franchisteilnehmer aus Südhessen. Ramsauer und Zingraf.

Mein ehemaliger Lebensgefährte und ich hatten einen Bauwerksvertrag mit dem Lizenznehmer T&C abgeschlossen. Im Rhein-Main Gebiet ist es aufgrund der großen Nachfrage und dem geringen Angebot an Bauplätzen so, dass Fertighausanbieter aggressiv Bauplatzakquise betreiben. Dabei wird dem Grundstückseigner das Blaue vom Himmel erzählt (im Nachhinein sind viele Unwahrheiten im Gespräch mit dem Grundstückseigner aufgeflogen, dieser ist mit allen Fragen im Regen stehen gelassen worden). T & C ist leider nur am Verkauf ihrer Häuser gelegen. Sobald der Hausvertrag in trockenen Tüchern ist, werden baurechtliche Angelegenheiten, Antragsdiverses, Behördenrelevantes ausgeblendet - kein Kerngeschäft, keine Unterstützung. Einfach nichts. Bauvoranfrage ? Das ist nur Formsache. War es aber nicht.

Aber zurück zum Anfang. Nachdem wir das Grundstück besichtigt hatten und ein erstes Gespräch erfolgte, wurden wir Tage später zur Vertragsunterzeichnung geladen. Der Vertrag wurde innerhalb einer halben Stunde mit uns durchgegangen und wir wurden gebeten zu unterschreiben. Im Nachhinein waren wir natürlich selbst daran schuld, diesen nicht nochmal anwaltlich prüfen zu lassen oder wenigstens ein paar Nächte darüber zu schlafen. Die Verkaufsberater T & ... hatte ihren ganzen Charme spielen lassen und wir waren zu leichtgläubig. Es klang einfach alles zu einfach und zu schön. Wenn man bedenkt, dass selbst beim Kauf von Kleinsttechnik vorher recherchiert, verglichen und abgewägt wird. So tappten wir in Falle 1. Auch ein Rücktritt im rechtlichen Sinne eines Haustürgeschäftes ist ausgeschlossen, da wir ja vor Ort in den Räumlichkeiten T & ... unterschrieben hatten und nicht bei uns. Erzählt wurde uns was von Schlüsselfertig. War es aber nicht.

Die Standardverträge T ... habe ich nachträglich anwaltlich prüfen lassen mit sehr aufschlussreichem Ergebnis. Sie liegen im Grenzbereich des Legalen. Einige Vertragsbausteine wurden als äußerst kundenunfreundlich und umsatzorientiert bewertet, jedoch nicht als gesetzwidrig eingestuft. Die Versicherung das der Lizenznehmer T&C liquide ist um ein solches Bauvorhaben durch zuführen, war auf Max Mustermann ausgestellt.

Seitens des Grundstückseigners wird berichtet, dass keine der versprochenen Unterstützungs- und Beratungshilfen bei Antragsangelegenheiten erfolgt sind. Ganz im Gegenteil. Eingereichte Originalunterlagen verschwanden in den Räumlichkeiten. Auch die finanziellen Auslagen an den Grundstückseigner wurden nicht wie vorher versprochen erstattet.
Was uns als Käufer betraf, die ersten vertraglich vereinbarten Raten hätten erst mit Aushändigung des Bauantrages fällig sein dürfen, wurden allerdings bereits Jahr vorher in Rechnung gestellt. Wir wiesen das Geld gutgläubig und ohne Zögern an. Weil wir wollten auch das es schnell vorwärts geht. Je schneller Sie bezahlen desto eher können wir los legen.So tappten wir in Falle 2. Wieder selber schuld. Man sollte nicht immer zu vertrauensselig sein.

Das Bauantragsverfahren verzögerte sich ein Jahr. Innerhalb dieser Zeit erfolgte die Trennung von meinem Partner und mir. Für den Lizenznehmer allerdings kein Grund, der Lizenzgeber T&C hat sich nicht in der Pflicht gefühlt zu vermitteln. Wir rechneten schon damit, dass einige Auslagen einbehalten würden, da ja auch Beratungsgespräche stattfanden. Eine gemeinsame Finanzierung jedoch wäre von uns beiden nicht tragbar gewesen. Uns wurde kurz über Mail mitgeteilt, man könne ja trotzdem bauen und vermieten. Die vertraglich festgelegte Pauschal"schadensersatz"höhe in Höhe von 10% vom Netto Preis würde bei Kündigung unter allen Umständen zu Grunde gelegt.
Dann hat die Geschäftsführerin noch Brutto und Netto verwechselt. Und wollte partout einen Aufhebungsvertrag mit 10 % abschliessen. Nein Danke, es wurde gekündigt. Wir nehmen die 10 % aus dem Vertrag. Es kann Zufall sein das alle Zahlen die gleichen waren oder ein steuerlicher Trick?

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