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Eigentumswohnung kaufen

24. Juli 2015 um 20:37 Letzte Antwort: 27. Juli 2015 um 14:30

Hallo,

kurz zu mir: Seitdem ich 18 bin, lebe ich in Mietwohnungen. Jetzt bin ich 36 und umziehen habe ich satt, Ebenso wie befristete Mietverträge. Ich mag gerne etwas "eigenes" haben. Nun aber folgendes Problem.

Zwei Straßen unter mir, von wo ich jetzt wohne, gibt es ein Neubauprojekt, das mit öffentlichen Geldern gefördert wird. Es ist eigentlich ganz einfach zu erklären. Man zahlt für die Wohnung eine Anzahlung von 20 %, danach 30 Jahre einen Beitrag. Dann gehört das "Ding" mir

Da ich schon längere Zeit alleine bin habe ich mir eine 60qm 2-Zimmer- Wohnung reservieren lassen. Anzahlung inkl. Tiefgaragenplatz 30.000 Euro, monatlich 560 inkl. BK und Heizung. Geht sich aus.

Ein "Auge" geworfen habe ich aber auch auf die 3-Zimmer-Garten-Wohnung. Anzahlung 40.000 Euro, monatlich 700 inkl. BK. Ich hätte ja sehr gerne einen Garten dabei. Und die Option, 3-Zimmer, fände ich schon toll. Ich plane nicht, alleine zu bleiben und bin immer noch steter Hoffnung, dass eine Dame aus der Damenwelt doch noch meinen Charme entdeckt . NUR: Folgendes:

Ich verdiene nicht so wahnsinnig viel. Aus einer früheren Beziehung habe ich ein Kind und zahle dafür brav Alimente. In drei Jahren wäre meine Tochter 18 und studieren will sie nicht.

Wenn ich in meiner jetzigen Situation nachrechne: Einkommen minus Miete und Strom für die 70qm Wohnung, Minus Alimente, minus dies und das, blieben mir im Monat noch ca. 300 Euro zum Leben.

Was würdet ihr machen?
1) Auf die "sichere Seite" und die 2-Zimmer Wohnung nehmen?
2) Die größere Wohnung nehmen, und sich eine mitbewohnende Person suchen und 1 Zimmer untervermieten?
3) Die größere Wohnung nehmen und einfach 3 Jahre durchbeißen
4) Weiter zur Miete wohnen und noch ein paar Jahre warten, wie sich finanziell alles entwickelt?

Wäre für Meinungen sehr dankbar!

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25. Juli 2015 um 23:56

.
Meinst du mit der Miete für die 70qm deine bisherige?
Diese würde dann ja wegfallen, sobald du in das neue Objekt einziehst.
Pauschal kann man deine Frage auch nicht beantworten, da dabei noch andere Faktoren eine Rolle spielen.
U.a. solltest du aber folgendes beachten:
1. Wie viel Geld hast du nach der Anzahlung noch auf der hohen Kante?
2. Kann man von den "dies das" Ausgaben noch etwas kürzen?
3. Auch wenn deine Tochter nicht studiert, kann sie trotzdem eine Ausbildung machen, während der sie unterstützung braucht z.B. für eine eigene Wohnung. Dann können sich die 3 Jahre schnell auf 5-6 verlängern. Außerdem kann in 3 Jahren auch viel passieren, vllt will sie dann doch studieren?


Solltest du wirklich nur 300,- für Essen, Trinken, etc. haben, dann solltest du es lassen. Normalerweise braucht eine Einzelperson für seine Lebenshaltung schon etwas mehr als 300,-.
Hinzu kommt, dass in der Zeit auch noch unerwartete Ausgaben auf dich zu kommen könnten, welche durch Rücklagen gedeckt sein sollten. Wie willst du diese ansparen, wenn alles auf Kante genäht ist?

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26. Juli 2015 um 0:42

Hallo
Danke für die Antworten. Bei der 70qm Wohnung habe ich mich wohl falsch ausgedrückt. DAs wäre eine Gartenwohnung im neuen Objekt. Auf 700 Euro käme ich mit Betriebskosten und Rückzahlungsraten.

Meine Tochter macht gerade die Ausbildung/Schule zur Krankenschwester. Sie hat 1 Vorbereitungsjahr gemacht und hat jetzt eben 3 Jahre Schule. Natürlich kann es passieren, dass sie einmal wiederholen muss, dann würden es wohl 4 Jahre werden. Da man das ganze ohne Matura/Abitur abschließt, gehe ich nicht davon aus, dass sie studieren wird, da sie das auch gar nicht will. Wenn die Schule beendet ist, ist sie Krankenschwester, was ihr sehr gefallen würde. Dann passt das ja.

Beruflich werde ich keine Sprünge mehr machen, was sich finanziell auswirken wird. "Kosten einsparen" ist schwer. Wohnen ist nunmal viel. Für meine jetzige Wohnung bezahle ich, inkl. Strom, Internet, auch 650 Euro. Dann kommen eben 400 Euro Alimente dazu, dann habe ich mehr oder minder ja schon "Fixausgaben" von 1050. Rechnet man Telefon, Autoversicherung usw., habe ich Fixausgaben von 1200 Euro.

Nehme ich die "kleine" 2-Zimmer Wohnung, bleibt eigentlich alles so wie es ist. Finanziell. Nehme ich die "größere" Wohnung, Gartenwohnung, hätte ich monatlich Mehrkosten von gut 200 Euro. Was ja doch viel ist. Nur wenn ich in - vielleicht - 3 Jahren mit den Alimenten fertig bin, hab ich ja 400 Euro mehr zur Verfügung (also auch mit der größeren Wohnung 200 Euro mehr als jetzt) Deshalb dachte ich - für 2-3 Jahre mitbewohende Person, um alles ein bisschen abzumildern. Ich habe ja grundsätzlich keine Probleme mit Mitbewohnern

Ich denke mir irgendiwie - in 2-3 Jahren beiße ich mir vielleicht in den H***** wenn ich es nicht mache, aber das Risiko ist doch groß.

Nach dem Wohnungskauf wären meine Rücklagen allesamt aufgebraucht, für die Größere Wohnung bräuchte ich sogar einen kleinen Kredit. Was mir auch noch Bauchschmeren macht, ich hatte bisher immer was "auf der hohen Kante". Aber nur zu wissen "da ist Geld da" ohne etwas damit zu machen, finde ich jetzt auch nicht so tol...

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26. Juli 2015 um 13:26
In Antwort auf jakab_12368089

Hallo
Danke für die Antworten. Bei der 70qm Wohnung habe ich mich wohl falsch ausgedrückt. DAs wäre eine Gartenwohnung im neuen Objekt. Auf 700 Euro käme ich mit Betriebskosten und Rückzahlungsraten.

Meine Tochter macht gerade die Ausbildung/Schule zur Krankenschwester. Sie hat 1 Vorbereitungsjahr gemacht und hat jetzt eben 3 Jahre Schule. Natürlich kann es passieren, dass sie einmal wiederholen muss, dann würden es wohl 4 Jahre werden. Da man das ganze ohne Matura/Abitur abschließt, gehe ich nicht davon aus, dass sie studieren wird, da sie das auch gar nicht will. Wenn die Schule beendet ist, ist sie Krankenschwester, was ihr sehr gefallen würde. Dann passt das ja.

Beruflich werde ich keine Sprünge mehr machen, was sich finanziell auswirken wird. "Kosten einsparen" ist schwer. Wohnen ist nunmal viel. Für meine jetzige Wohnung bezahle ich, inkl. Strom, Internet, auch 650 Euro. Dann kommen eben 400 Euro Alimente dazu, dann habe ich mehr oder minder ja schon "Fixausgaben" von 1050. Rechnet man Telefon, Autoversicherung usw., habe ich Fixausgaben von 1200 Euro.

Nehme ich die "kleine" 2-Zimmer Wohnung, bleibt eigentlich alles so wie es ist. Finanziell. Nehme ich die "größere" Wohnung, Gartenwohnung, hätte ich monatlich Mehrkosten von gut 200 Euro. Was ja doch viel ist. Nur wenn ich in - vielleicht - 3 Jahren mit den Alimenten fertig bin, hab ich ja 400 Euro mehr zur Verfügung (also auch mit der größeren Wohnung 200 Euro mehr als jetzt) Deshalb dachte ich - für 2-3 Jahre mitbewohende Person, um alles ein bisschen abzumildern. Ich habe ja grundsätzlich keine Probleme mit Mitbewohnern

Ich denke mir irgendiwie - in 2-3 Jahren beiße ich mir vielleicht in den H***** wenn ich es nicht mache, aber das Risiko ist doch groß.

Nach dem Wohnungskauf wären meine Rücklagen allesamt aufgebraucht, für die Größere Wohnung bräuchte ich sogar einen kleinen Kredit. Was mir auch noch Bauchschmeren macht, ich hatte bisher immer was "auf der hohen Kante". Aber nur zu wissen "da ist Geld da" ohne etwas damit zu machen, finde ich jetzt auch nicht so tol...

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Wie hast du denn die Betriebskosten berechnet? Bei einer größeren Wohnung fallen ja i.d.R. auch höhere Nebenkosten an (Heizung, größerer Anteil Abfallgebühren etc.).
Hinzu kommt als Eigentümer, dass man bei einer Eigentumswohnung i.d.R. auch Gemneinschaftsrücklagen bildet, um ggf. Reparaturen am Haus vorzunehmen. Hast du dich diesbezüglich schon erkundigt?

Wenn du einen Kredit aufnehmen musst, musst du die Rate ja zusätzlich als Kosten mit reinrechnen. Da schmelzen dann die 300,- zum Leben ganz schnell runter. Zumal ich mal behaupte, dass eine seriöse Bank für eine Einzelperson deutlich mehr für Lebenshaltung als Pauschale ansetzt.

Wo wir grade bei den Kosten sind, hast du in deiner Rechnung auch Kosten berücksichtigt, die nicht mtl., sondern nur halbjährlich, jährlich oder unregelmäßig anfallen? Auch diese müssen berücksichtigt werden, da für diese auch Geld da sein muss.

Hast du denn genug Möbel aus deiner Mietwohnung für die neue? Sonst würden hier ja noch weitere Kosten anfallen.

Ich denke einen Mitbewohner mit rein zu nehmen könnte eine deutliche Entpannung der finanziellen Situation sein. Aber auch dieser muss erstmal gefunden werden.

Ich kann verstehen, dass du dich in 3 Jahren vielleicht ärgerst, wenn deine finanzielle Situation sich entspannt, aber denke auch daran, dass so eine Wohnung auch Folgekosten mit sich bringt. Als Eigentümer zahlst du jede Modernisierung oder Renovierung aus eigener Tasche und musst dafür auch das nötige Geld aufbringen.
Außerdem könntest du ja mal nachfragen, ob die Möglichkeit bestünde die Rate dann zu erhöhen. Dann wärst du mit der 2-Zimmerwohnung schneller durch.

Wie lange zahlst du denn überhaupt bei der größeren Wohnung? Bei der kleineren wäre es dann ja bis 66, sofern ich mich nicht verrechnet habe. Daran solltest du auch denken, dass du möglichst vor der Rente durch bist, da dann dein Einkommen deutlich sinken wird, sofern du keine zusätzliche Absicherung betrieben hast.

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26. Juli 2015 um 17:56

Nochmal ich
Hallo,

ja, nochmal danke. Natürlich habe ich mir alles ausgerechnet und mich erkundigt. Ich weiß wie hoch die Betriebskosten sind und die monatlichen Raten. Deshalb weiß ich, dass ich bei der 2-Zimmer-Wohnung mit Betriebskosten und Rückzahlung auf 560 Euro käme, bei der 3-Zimmer-Wohnung auf 700. Da sind Betriebskosten, Rückzahlung, Reparaturrücklage usw. drinnen.

Die 300 Euro "zum Leben" blieben mir bei der 3-Zimmer-Wohnung, bei der 2-Zimmer-Wohnung sind es mehr.

Bei der 2-Zimmer-Wohnung: Wenn ich mein Gehalt nehme, abzüglich Wohnung (Rückzahlung und BK), Alimente, Strom, Internet, Mobiltelefon, Versicherungen (Auto, Private Pensionsvorsorge, Haushaltsversicherung), Autobetriebskosten usw. bleiben mir monatlich ca. 570 Euro "zum Leben" über.

Bei der 3-Zimmer-Wohnung sind wie gesagt Betriebskosten und Rückzahlungsraten höher, Stromkosten werden auch höher sein, blieben mir wirklich nur mehr 300 Euro über (in 3 Jahren wären es 700 die mir übrig blieben, weil die Alimente wegfallen). Die 700 blieben mir in 3 Jahren in der größeren Wohnung über, weshalb ich eben - würde ich die größere Wohnung nehmen - für 3 Jahre untervermieten täte. Was bei uns nicht so schwer ist, ich lebe in einer Studentenstadt bzw. kenne ich auch viele Leute in meinem Alter, die in WGs leben.

Aus wirtschafticher Sicht würde ich mir die 2-Zimmer-Wohnung kaufen. Nur denke ich mir. Wenn ich Single bleibe, bis an mein Lebensende, passt das auch. Sollte ich irgendwann mal eine Dame kennen lernen und mit ihr zusammen ziehen, wäre die Wohnung zu klein und müsste sie erst wieder verkaufen oder vermieten. Macht dann nicht so viel Sinn, sich eine Wohnung zu kaufen, die man dann erst wieder verlassen muss wenn sich die Lebenssituation ändert... ...

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27. Juli 2015 um 14:30
In Antwort auf jakab_12368089

Nochmal ich
Hallo,

ja, nochmal danke. Natürlich habe ich mir alles ausgerechnet und mich erkundigt. Ich weiß wie hoch die Betriebskosten sind und die monatlichen Raten. Deshalb weiß ich, dass ich bei der 2-Zimmer-Wohnung mit Betriebskosten und Rückzahlung auf 560 Euro käme, bei der 3-Zimmer-Wohnung auf 700. Da sind Betriebskosten, Rückzahlung, Reparaturrücklage usw. drinnen.

Die 300 Euro "zum Leben" blieben mir bei der 3-Zimmer-Wohnung, bei der 2-Zimmer-Wohnung sind es mehr.

Bei der 2-Zimmer-Wohnung: Wenn ich mein Gehalt nehme, abzüglich Wohnung (Rückzahlung und BK), Alimente, Strom, Internet, Mobiltelefon, Versicherungen (Auto, Private Pensionsvorsorge, Haushaltsversicherung), Autobetriebskosten usw. bleiben mir monatlich ca. 570 Euro "zum Leben" über.

Bei der 3-Zimmer-Wohnung sind wie gesagt Betriebskosten und Rückzahlungsraten höher, Stromkosten werden auch höher sein, blieben mir wirklich nur mehr 300 Euro über (in 3 Jahren wären es 700 die mir übrig blieben, weil die Alimente wegfallen). Die 700 blieben mir in 3 Jahren in der größeren Wohnung über, weshalb ich eben - würde ich die größere Wohnung nehmen - für 3 Jahre untervermieten täte. Was bei uns nicht so schwer ist, ich lebe in einer Studentenstadt bzw. kenne ich auch viele Leute in meinem Alter, die in WGs leben.

Aus wirtschafticher Sicht würde ich mir die 2-Zimmer-Wohnung kaufen. Nur denke ich mir. Wenn ich Single bleibe, bis an mein Lebensende, passt das auch. Sollte ich irgendwann mal eine Dame kennen lernen und mit ihr zusammen ziehen, wäre die Wohnung zu klein und müsste sie erst wieder verkaufen oder vermieten. Macht dann nicht so viel Sinn, sich eine Wohnung zu kaufen, die man dann erst wieder verlassen muss wenn sich die Lebenssituation ändert... ...

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Das mit den zusätzlichen Nebenkosten wollte ich nur erwähnen, weil manche diese Ausgaben nicht mitrechnen und nur die normalen (Strom, Wasser, Heizung) im Kopf haben.

Die Sache mit der Liebe ist nur, wer weiß, wann du deine Traumfrau kennenlernst. Das kann in 2 Monaten sein oder in 3 Jahren. Dann dauert es i.d.R. auch noch, bis ihr wirklich zusammenzieht. Und dann weißt du immer noch nicht, ob sie wirklich in deine Wohnung einziehen möchte. Vielleicht gefällt ihr die ja auch überhaupt nicht und sie möchte ganz wo anders hin?

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